Wegekreuz saniert und gesegnet
Bild: Schomakers
In einer kleinen Andacht hat Pfarrer Klaus Lammers auf dem Schürenbrink in Ostenfelde das sanierte Wegekreuz der Familie Johannsmann gesegnet.
Bild: Schomakers

Das Hofkreuz wurde im Jahr 1939 vom Großvater von Elisabeth Johannsmann, Theodor Hennenberg, zusammen mit dessen Kindern Theresia und August errichtet. Über den Anlass der Errichtung gibt es in der Familie Johannsmann nur Vermutungen. Anlass könnte der Tod von Theodor Hennenbergs Ehefrau Gertrud im Jahr 1938 gewesen sein. Oft waren persönliche Schicksalsschläge Anlass für die Errichtung eines Bildstocks oder eines Wegekreuzes zu jener Zeit.

Auch das Wegekreuz der Johannsmanns erinnert die Familie an Schicksalsschläge: Mit jungen Jahren verstarben die 1951 geborene Schwester Anna und der 1952 geborene Bruder Theo. Daher ist der Satz der Enkelin des Erbauers, Elisabeth Johannsmann, nach der Segnung nachvollziehbar: „Dieses von meinem Großvater errichtete Hofkreuz ist uns wichtig. Es gehört zu uns.“ Schon während der Andacht betonte sie: „Das Wegekreuz soll uns und die nachfolgenden Generationen weiterhin begleiten.“

Dafür war es erforderlich, das in die Jahre gekommene Wegekreuz von Grund auf zu sanieren. Der gegossene Sockel, der das Kreuz hielt, war durch Umwelteinflüsse sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Es hatten sich tiefe Risse gebildet, und der Sockel drohte auseinanderzubrechen. In dem auf Renovierungen spezialisierten Handwerker Frank Schirdewahn fand die Familie Johannsmann den Retter für ihr Wegekreuz. Der Beelener Handwerker half auch dem Kapellenverein bei der aufwendigen Sanierung der Fugen der Schürenbrinkkapelle. „Der Sockel war nicht zu retten“, erklärte Schirdewahn. „Wir haben ihn neu aufgemauert und uns dabei am Original orientiert.“

Eine Herausforderung sei die Sanierung des Kreuzes gewesen. Es war zu befürchten, dass es beim Herausheben aus dem Sockel zerbrechen könnte. Eine berechtigte Sorge, die sich aber nicht bestätigte. Die Restaurierung wurde in der Beelener Werkstatt durchgeführt. Dort erhielt das Wegekreuz auch einen Schutzanstrich. Nach der Aufstellung am Hof der Johannsmanns in Ostenfelde ist das Kreuz, so wie die nah gelegene Schürenbrinkkapelle, wieder ein prägendes Zeichen für den Schürenbrink.

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