Apollo trifft aus 60 Metern Entfernung
Bild: Baumjohann
Eine Lagebesprechung ist notwendig, um die anstehenden Arbeiten koordiniert angehen zu können.
Bild: Baumjohann

„Wir sind froh, wenn sich die Feuerwehr meldet und bei uns üben will“, machte Petra Rehsöft deutlich. Der Fachkraft für Arbeitssicherheit beim DMK ist es „wichtig zu wissen, dass im Ernstfall alles funktioniert“. Und für die Kameraden der Löschzüge Everswinkel und Alverskirchen ist es wichtig, das große Betriebsgelände kennenzulernen und auch einmal mit den Trockenleitungen zu arbeiten, die unterirdisch verlegt sind und im Ernstfall mit Wasser aus den großen Tanks auf dem Betriebsgelände geflutet werden können.

300 Kubikmeter Trinkwasser fassen die Tanks. Sie dienen hauptsächlich als Reserve für die Produktion, stehen im Ernstfall – und natürlich bei der Übung am Montag – aber auch der Feuerwehr zur Verfügung. Der Umgang mit den Trockenleitungen, den Tanks und der Pumpe, die das Wasser in die Leitungen befördert, war ein wichtiger Aspekt der Gemeinschaftsübung. Ebenso kam auf dem DMK-Gelände Technik zum Einsatz, die die Feuerwehr längst nicht immer benötigt. Ein Beispiel dafür ist der Apollo-Werfer – ein Wasserwerfer, mit dessen Hilfe das Löschwasser bis zu 60 Meter entfernte Ziele erreichen kann. „Er kann auch eingesetzt werden, um Gase niederzuschlagen“, erläutert Feuerwehr-Pressesprecher Werner Kortenjann.

Auf dem DMK-Gelände könnte er beispielsweise bei einem Ammoniak-Austritt zum Einsatz kommen. Ebenfalls in Augenschein nahmen die Kameraden das Tiefkühlcenter. Dort können im Brandfall Fassadenteile zur Entrauchung herausgezogen werden.

Nach Übungsende trafen sich die Kameraden aus Everswinkel und Alverskirchen zu einer gemeinsamen Nachbesprechung im Everswinkeler Gerätehaus. „Zweimal im Jahr finden solche Gemeinschaftsübungen statt, die abwechselnd vom Löschzug Everswinkel und vom Löschzug Alverskirchen organisiert werden“, erklärte Werner Kortenjann. Vorbereitet worden war die Übung am Montag von Everswinkels Löschzugführer Markus Averbeck und seinem Stellvertreter Andreas Enseling. Im Übungseinsatz waren neun Fahrzeuge und 41 Kameraden.

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