Milchkontor setzt auf Sparprogramm
Das Deutsche Milchkontor DMK will in der Eisproduktion Kosten sparen. Die Gewerkschaft NGG fürchtet, dass die Einsparungen zu Lasten der Beschäftigten gehen.

So soll etwa auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld verzichtet werden. Es handelt sich nach Angaben von NGG-Geschäftsführer Helge Adolphs um Pläne. Es gebe noch keine konkreten Umsetzungsvorhaben auf Seiten der Molkerei.

DMK bestätigt „Optimierungspläne“

Das DMK bestätigte der „Glocke“ auf Anfrage, dass die Eisproduktion „optimiert“ werden soll. „Ziel ist es, das Geschäftsfeld zukunftsfest zu machen“, teilte DMK-Pressesprecher Oliver Bartelt mit. Geplant sei, die Verwaltung der Sparte in Everswinkel zu konzentrieren und den Verwaltungsstandort in Waldfeucht-Haaren bei Mönchengladbach aufzugeben. Allen 37 Mitarbeitern der Verwaltung in Waldfeucht-Haaren sollen Bartelt zufolge Arbeitsplätze in Everswinkel angeboten werden, die Belegschaft sei über die Pläne informiert worden. Darüber hinaus seien keine weiteren Personalmaßnahmen geplant. Das Unternehmen habe Gespräche mit den Arbeitnehmern aufgenommen.

Das Deutsche Milchkontor ist mit einem Umsatz von 5,1 Milliarden Euro und 7200 Mitarbeitern Deutschlands größte Molkerei. Das DMK entstand 2010 aus einem Zusammenschluss der beiden genossenschaftlich organisierten norddeutschen Unternehmen Humana Milchunion (Everswinkel) und Nordmilch (Bremen).

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