Nato-Tanklager als Standort für JVA denkbar?
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Für die Justizvollzugsanstalt (JVA) Münster wird ein neuer Standort gesucht. Der Rat der Gemeinde Everswinkel bringt jetzt das alte Nato-Tanklager in der Bauerschaft Mehringen ins Gespräch.
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Der Grund für diesen Tagesordnungspunkt ist die Berichterstattung über Verhandlungen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW – Niederlassung Münster mit einem privaten Grundeigentümer über eine Fläche im östlichen Stadtgebiet der Stadt Münster. Auf dieser 15 Hektar großen Fläche solle ein Neubau für eine Justizvollzugsanstalt entstehen. Über die Lage des Grundstücks sei Stillschweigen vereinbart worden, so dass die Gemeinde Everswinkel nicht ausschließen kann, dass die Fläche an die eigene Gemeindegrenze reicht.

Deshalb soll laut Vorschlag der Verwaltung der Rat eine Resolution auf den Weg bringen, in der die Lokalpolitiker ihre Einschätzung zum Neubau „auf der grünen Wiese“ kundtun.

In der Resolution heißt es unter anderem: „Der Landwirtschaft werden durch den Neubau der Justizvollzugsanstalt erhebliche Flächen entzogen. Es wird dadurch künftig deutlich schwieriger, Flächen für Bau- und Gewerbegebiete, den Straßen- oder Radwegebau zu erlangen.“

Rat entscheidet über die Einbringung der Resolution

Mit der Resolution soll das Land NRW aufgefordert werden, von dem Neubauvorhaben auf der „grünen Wiese“ Abstand zu nehmen und stattdessen für dieses Projekt Gewerbebrachen oder Konversionsflächen zu reaktivieren. Weiter heißt es: „Der Rat der Gemeinde Everswinkel macht deutlich, dass es ihm nicht darum geht, den Neubau einer Justizvollzugsanstalt zu verhindern.“

Im Gegenteil: Er könne sich sogar vorstellen, dass dies auf dem Gebiet der Gemeinde Everswinkel geschieht. Das ehemalige Nato-Tanklager in der Everswinkeler Bauerschaft Mehringen böte sich dafür an, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Ob die Resolution mit diesem Wortlaut auf den Weg gebracht wird, darüber entscheidet der Gemeinderat am kommenden Dienstag, 14. November. An diesem Tag wird auch der Haushalt 2018 von Bürgermeister Sebastian Seidel eingebracht

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