14 Bronze-Reliefs für den Kreuzweg
Ein Geschenk aus Telgte: 14 Bronze-Reliefs des Künstlers Hans Dinnendahl hat die Gemeinde St. Ida in Herzfeld und Lippborg für den neuen Kreuzweg rund um Haus Idenrast geschenkt bekommen. Darüber freuen sich (v. l.) Bernhard Lammert (Wallfahrtsausschuss und Kirchenvorstand), Pastor Jochen Kosmann, Heinz Stengel und Elke Kauffner vom Pfarreirat.

Der neue Kreuzweg wird am Platz vor dem Tüchgraben beginnen, in Richtung Bertgerus-Kindergarten und dann nach Norden um das Haus Idenrast und das Pfarrhaus herum führen und östlich vor der Apsis der Ida-Basilika enden. Bestückt wird er mit Bronze-Reliefs des Künstlers Hans Dinnendahl aus Telgte. Die 14 als Kreuzweg geschaffenen Bronze-Tafeln mit Szenen des Leidenswegs Jesu Christi sind ein Geschenk der Kirchengemeinde St.-Marien aus Telgte, der Heimatgemeinde von Pfarrer Jochen Kosmann. Die Reliefs des 1966 verstorbenen Künstlers waren zuletzt in der profanierten Johannes-Kirche angebracht, die in ein Pfarrheim umgewandelt wurde.

Hauptgrund für Überlegungen, den Kreuzweg zu erneuern, sind die Alterserscheinungen des bestehenden Kreuzweges aus dem Jahr 1991 am Idenpatt. Die Holzstämme, an denen die Kreuzweg-Bilder angebracht sind, haben unter dem regelmäßigen Hochwasser gelitten und sind morsch geworden. Außerdem wurden die Figuren an den Stationen schon in den 1990er-Jahren durch Vandalismus beschädigt, so dass sie letztlich vergittert werden mussten. Das macht die Glaubenszeichen am Wegesrand nicht gerade attraktiv.

Pastor Jochen Kosmann und seine Mitstreiter sind der Meinung, dass der Kreuzweg rund um die Kirche im Dorf präsenter ist, die einzelnen Stationen in der Ortsmitte besser geschützt sind und dass er auch für Hochbetagte und Menschen mit Handicap leichter zu erreichen und zu bewältigen ist. Aber der Anton-Husemann-Weg (offizielle Bezeichnung des Idenpatts) soll als erster Pfad der Heiligen Ida nach der Überquerung der Lippe weiterhin besonders gestaltet sein. Es gibt die Idee, dort einen Ida-Gedenkweg einzurichten und die Bilder von den sechs Deckelplatten des Ida-Schreins zu installieren. So können Pilger dort die Lebens-Stationen Idas beim Spaziergang in der Lippe-Aue nachvollziehen und ihrer gedenken. Ein nächster Schritt wird es in naher Zukunft sein, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit der Umsetzung der Pläne beschäftigt und die Vorschläge umsetzt. Das soll geschehen, nachdem im November der Pfarreirat in der Ida-Gemeinde neu gewählt worden ist. Übrigens können die Kreuzweg-Delegierten dann schon auf rund 7 000 Euro Spenden zurückgreifen, die unter anderem aus dem Erlös des Pfarrfestes und von Pastors 40. Geburtstag herrühren.

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