Bewerberzahl passt zur Gremiengröße
Viele Kirchtürme, aber wenige Kandidaten: Die Katholiken in Lippetal wählen Pfarrei- und Pfarrgemeinderat.

Die jeweiligen Wahlausschüsse vermelden sowohl für die Pfarrei Sankt Ida (acht Personen) als auch für die Pfarrei Jesus Christus (zehn) exakt passende Kandidatenzahlen. Aus diesem Grund schlagen die Wahlausschüsse eine reine Zustimmungswahl vor. Das bedeutet, dass am Samstag/Sonntag, 11./12. November, auf eine förmliche Wahlhandlung verzichtet wird und die Kandidaten der beiden Vorschlagslisten ohne eine weitere Abstimmung per Zustimmung als gewählt gelten.

„Das ist eine enorme bürokratische Erleichterung“, so Kosmann. Die Widerspruchsfrist ist gestern abgelaufen. Pfarrer Kosmann betont, dass dieses Verfahren keineswegs bedeute, dass die jeweiligen Gremien ohne jede Veränderung weitermachten. „Allein in Sankt Ida sind sieben von acht Kandidaten neu“, so Kosmann. Ähnlich verhalte sich die Situation jenseits der Lippe.

Für das Engagement der Frauen und Männer ist der Geistliche „sehr dankbar“. Ziel sei es mehr und mehr, lippe-übergreifend zusammenzuarbeiten. Noch im Frühjahr hatte es eine Initiative gegeben, um neue geeignete Kandidaten zu finden. Damals konnten die Kirchgänger Namensvorschläge in aufgestellte Boxen einwerfen. Die betreffenden Leute wurden dann angesprochen, allerdings mit durchwachsenem Erfolg. „Es ist nicht mehr so einfach, neue Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen“, berichtet Kosmann.

Der Pfarrgemeinderat (oder auch Pfarreirat) ist ein Gremium in einer katholischen Kirchengemeinde, das sich aus gewählten, berufenen und amtlichen Mitgliedern zusammensetzt. Zu den amtlichen Mitgliedern gehören der zuständige Pfarrer, die anderen Pfarrgeistlichen und die pastoralen Mitarbeiter. Der Pfarrgemeinderat hat die Aufgabe, in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, beratend oder beschließend mitzuwirken.

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