Planung für Brücken startet 2018
Die Lippebrücken zwischen Lippetal und Uentrop sind dringend erneuerungsbedürftig, doch die Planung wird voraussichtlich erst 2018 starten. Auf den maroden Brücken dürfen schon jetzt keine Schwertransporte mehr fahren.

Bezirksvertreter äußern die Sorge, dass es zeitlich eng werden könnte. Und in der Tat, die Planung hat noch nicht begonnen.

Die Landesstraße 667 verläuft über drei Brücken an Haus Uentrop vorbei. Die Lippebrücke liegt auf Hammer Stadtgebiet, die beiden anderen, über die Umflut und einen Graben, gehören zu Lippetal. Die Zoll- und Dolberger Straße sind die „Achillesferse“ des Gewerbegebiets Uentrop. Es gibt im Grunde keine brauchbare Alternative, um die Autobahn 2 zu erreichen.

Schwertransporte dürfen nicht fahren

Schwertransporte dürfen die aus den 1950er-Jahren stammenden Brücken schon jetzt nicht mehr passieren. Weitere Begrenzungen oder eine Sperrung wären ein Drama. Damit das verhindert wird, hatte die Bezirksvertretung Uentrop 2015 das Thema in den Vordergrund gerückt.

Im Frühjahr 2016 kam Bewegung in die Sache. Landtagsabgeordneter Marc Herter (SPD) brachte aus Düsseldorf zumindest eine perspektivische Lösung mit: Weil das Land keine Kapazitäten zur Brückenplanung hat, kann die Stadt Hamm die Aufgabe übernehmen. Wenn dann Geld im Landeshaushalt für die Ersatzbauten bereitsteht, könne schnell gebaut werden, so der Gedanke.

Baureifer Plan bis 2021

In der Zwischenzeit ist offenbar nicht viel mehr als der Lösungsansatz geblieben. Die Absicht bestehe immer noch, macht Stadtsprecher Tom Herberg auf Nachfrage deutlich. Der Vertrag zwischen Land und Stadt sei aber noch nicht abgeschlossen. Details von Kompetenzen ist die Rede seien noch zu klären, „weshalb wir noch nicht groß in die Planung eingestiegen sind. Wobei, es gibt derzeit keinen zeitlichen Druck“. Bis 2021 solle ein baureifer Plan vorliegen, hieß es.

Vor einem Vertragsabschluss sollten zudem noch die Brücken genauer geprüft werden. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Verträge zeitnah abgeschlossen werden. Mit der Planung der Brücken werde „voraussichtlich im Frühling begonnen“, sagt Herberg.

Der Planungsstand soll auch Thema in der nächsten Uentroper Bezirksvertretung werden. „Wenn die neuen Brücken nicht kommen, sieht es schlecht für das ganze Gewerbegebiet aus“, sagt Pförtzsch. „Deshalb werden wir immer wieder daran erinnern“.

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