Projekt Ehrenamt: ein Gewinn für alle
Sie freuen sich, dass das Projekt Ehrenamt fortgeführt werden kann: Natlia Falk-Simon, Leiterin des Ida-Stifts in Hovstadt, und Reinert Hüpper, Ehrenamtskoordinator.

Gemeint ist das Projekt Ehrenamt, das vor drei Jahren mit Unterstützung der ARD-Glücksspirale in allen drei Senioren-Einrichtungen des Kapeso-Verbundes gestartet ist. Neben dem Ida-Stift profitieren auch Häuser in Anröchte und Erwitte von dem ehrenamtlichen Engagement. Und das nächste Jahr ist bereits gesichert. Ein entsprechender Bescheid liegt mittlerweile vor. Damit können die mittlerweile 70 Ehrenamtlichen weiterhin das Leben der Hausbewohner bereichern. Gut so, denn Ehrenamtskoordinator Reinert Hüpper hat noch viel vor. Nach einem Jahr der Gewinnung von Ehrenamtlichen und einer Phase der Festigung soll jetzt die „Wertschätzungs- und Anerkennungskultur“ im Mittelpunkt stehen.

Gemeinsame Freizeitaktivitäten

Reinert Hüpper weiß, dass die Freiwilligen eigene Vorstellungen haben und sich auch selbst gut betreut fühlen wollen. „Die Aufgabe hier soll attraktiv sein und Spaß machen“, betont er. Deshalb soll es neben verschiedenen Schulungsangeboten wie zum Thema Sterben oder Demenz auch gemeinsame Freizeitaktivitäten geben. In der Planung befindet sich beispielsweise derzeit ein „Oasentag“, der den Ehrenamtlichen die Möglichkeit bieten soll, einen Tag lang dem Alltag zu entfliehen.

„In unserer bisherigen Arbeit haben wir festgestellt, dass das Bedürfnis nach Anerkennung ein wichtiger Motivator für das ehrenamtliche Engagement ist“, weiß Reinert Hüpper. Man wolle auf der einen Seite „etwas Gutes für die Gesellschaft tun“, aber verbunden mit dem Wunsch nach individueller Weiterentwickelung und Selbstverwirklichung.

Die Anerkennungskultur soll in Form eines Projektjahres vom 1. November bis 31. Oktober 2018 auf drei Ebenen umgesetzt werden. „Auf der individuellen Ebene wollen wir die persönliche Anerkennung von Fähigkeiten, die Neigungen und Stärken, die Beteiligung an Entscheidungen sowie die Eröffnung von Handlungsspielräumen neu strukturieren und damit verbessern“, so der Ehrenamtskoordinator.

Von Spaziergängen bis zur Cafeteria-Mitarbeit

Auf der organisatorischen Ebene sollen die Ehrenamtlichen ein Bestandteil der Organisationskultur der Einrichtungen werden, die sich im Leitbild niederschlägt. Auf der gesellschaftlichen Ebene soll zudem die Arbeit der Ehrenamtlichen wesentlich transparenter gemacht und angemessen gewürdigt werden.

Das Spektrum, das die freiwilligen Mitarbeiter abdecken, ist breit und reicht von Besuchen, über Spaziergänge bis hin zur Mitarbeit in der Cafeteria. Der Zeitaufwand richtet sich dabei ganz nach den individuellen Bedürfnissen. Eine Stunde in der Woche, einmal im Monat, bei einzelnen Veranstaltungen wie Sommerfest oder Weihnachtsfeier oder wie es sonst in den persönlichen Alltag passt, können sich die Ehrenamtler mit ihren Fähigkeiten engagieren. Gerade vor dem Hintergrund der neuen Wohngemeinschaft und der Tagespflege an der Nordwalder Straße werden weitere Ehrenamtliche gesucht. Dabei kann sich jeder ganz nach seinen Neigungen einbringen. Wer mag, kann sich auch in einem Schnupperkursus an die Herausforderung Ehrenamt herantasten. „Jeder ist willkommen“, ermuntert Natalia Falk-Simon zum Mitmachen.

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