Tote Pythonschlange im Assenwald
Als Python identifizierten die Terrarienfreunde Soest den aufgefundenen Schlangenkadaver.

Denkmal-Beauftragter Andreas Sändker und seine Ehefrau Theresia hatten das leblose Reptil bei einem Spaziergang zum Haus Assen entdeckt. Die Schlange sei braun und gemustert, bis zu 1,5 Meter lang und dick wie ein Handgelenk gewesen, berichtet Sändker. Als er vom Haus Assen zurück spazierte, hatte sich inzwischen ein Walker des Schlangenproblems angenommen. Er fürchtete um seine Kinder, die ebenfalls gelegentlich auf dem Assenweg unterwegs sind und informierte die Polizei. Von dort wurde auf Anfrage vermeldet, dass die Polizisten die Schlange für eine heimische giftige Kreuzotter hielten. Sie entsorgten das tote Tier.

Weiterer Zeuge des Schlangenfundes war der Soester Tierarzt im Ruhestand, Dr. Ernst Hegemann. Er war mit Ehefrau und einem befreundeten Paar an dem frühlingshaften Sonntag zu einer Radtour unterwegs, als er am Assenweg im Vorbeifahren das Reptil am Straßenrand erblickte. Neugierig geworden, wendete der Veterinär und nahm das Tier unter die Lupe. Nach seiner Beobachtung war das Reptil zwischen 1,8 bis zu zwei Meter lang. Eine Kreuzotter schloss der Tierarzt aus. Es habe sich um eine exotische Schlange gehandelt. Vermutlich habe sie versucht, die auf dem Asphalt gestaute Wärme aufzunehmen. Verletzungen seien nicht erkennbar gewesen.

Bei der ABU sind nennenswerte Schlangenpopulationen etwa von Kreuzotter oder Ringelnatter im Kreis Soest nicht bekannt. Doch ab und zu tauchen Tiere auf, die hier gar nicht heimisch sind. Exoten fliehen gelegentlich aus Terrarien oder werden von ihren Haltern in der freien Natur ausgesetzt, wenn wenn sie zu groß oder zu gefährlich werden. 

Vor einigen Jahren hatte der Fall eines Welveraners Aufsehen erregt, der seine seine Würgeschlange um den Hals hängend draußen spazieren führte. Sie entwand sich ihrem Besitzer und wurde einen Sommer lang gesucht.

SOCIAL BOOKMARKS