26-Jähriger aus Ennigerloh vor Gericht
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Ein 26-Jähriger aus Ennigerloh muss sich vor dem Amtsgericht in Warendorf verantworten.
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Der 26-Jährige berichtete, dass er bereits in einer Kneipe am Drubbel vom späteren Geschädigten eine ganze Zeit lang angeschaut und provoziert worden sei. Später, als der Angeklagte die Gaststätte zum Rauchen verlassen hatte, habe der andere begonnen, ihn zu beleidigen. Auch sei er aggressiv auf ihn zugekommen, schilderte der Angeklagte. „Das sah für mich aus, als würde er mich gleich schlagen“, sagte er. Der 26-Jährige habe ihm daraufhin einen Faustschlag versetzt und sei dann gegangen. Der Geschädigte sei dafür bekannt, im betrunkenen Zustand herumzupöbeln, berichtete der Industriemechaniker weiter.

An die Blicke und Beleidigungen konnte sich auch ein 22-jähriger Anlagenmechaniker erinnern, der an dem Abend mit dem Angeklagten unterwegs war. Er bestätigte im Wesentlichen die Angaben des Angeklagten. Ein 30-jähriger Student, der ebenfalls als Zeuge befragt wurde, sagte aus, dass er von Blicken in der Kneipe oder Beleidigungen außerhalb nichts mitbekommen habe. Er habe beobachtet, wie zwei Personen auf den Geschädigten zugegangenen seien und der Angeklagte diesem einen Faustschlag versetzt habe.

Vor Gericht verantworten musste sich der Industriemechaniker gestern auch, weil er am 27. September vergangenen Jahres in Ennigerloh mit mehr als zwei Promille Alkohol im Blut mit seinem VW gegen eine Ampel gefahren war. Dabei entstand ein Schaden von mehr als 5000 Euro, der Angeklagte setzte seine Fahrt nach Hause dennoch fort. An den Abend könne er sich nur noch bruchstückhaft erinnern, machte der Angeklagte deutlich und sagte: „Ich weiß, dass so etwas nicht geht.“ Er sei mittlerweile in einem sogenannten Abstinenzkontrollprogramm und trinke keinen Alkohol mehr.

Das Verfahren soll am 11. Mai unter anderem mit der Vernehmung des Geschädigten fortgesetzt werden.

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