Aurea: Erste Arbeiten für Amazon möglich
Bild: Evers
Für das geplante Amazon-Logistikzentrum im interkommunalen Gewerbegebiet Aurea hat die zuständige Stadt Oelde eine Teilbaugenehmigung erteilt.
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Diese Information gab Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop am Montag in der Ratssitzung. Damit ist das Projekt erstmals Thema eines öffentlich tagenden Gremiums in Oelde gewesen. Nachdem der Kreisverband der Grünen kürzlich bereits eine Veranstaltung zum Thema im Bürgerhaus organisiert hatte, lag der Verwaltung jetzt eine Anfrage der Oelder Ratsfraktion der Grünen vor. Um den Ansiedlungsprozess konstruktiv begleiten zu können, bat sie um Informationen zu Auswirkungen auf die Region, zu erwarteten Steuerzahlungen und zu einer möglichen Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Denn es sei davon auszugehen, „dass große Herausforderungen infrastruktureller Art“ sowie „Belastungen auf die Region und nicht zuletzt auf die öffentlichen Haushalte zukommen“.

Erster Kontakt mit Amazon

Knop erklärte, man habe bislang zunächst nur Kontakt zum Projektentwickler gehabt, kürzlich aber ein erstes Telefongespräch mit einem Amazon-Vertreter führen können. Dieser habe zugesagt, „zu einem späteren Zeitpunkt“ auch in einer Rats- oder Ausschusssitzung Informationen zu geben. Ausgetauscht habe die Stadt Oelde sich bereits mit Kommunen, in denen Amazon Standorte betreibe, erklärte Knop. Sowohl Vertreter aus Winsen (Luhe) als auch aus Werne hätten ihm bestätigt, dass die Ansiedlung als Gewinn für die Städte und die Zusammenarbeit mit dem Konzern positiv gewertet werde. Auch würden „an beiden Standorten Steuern gezahlt“.

Erdarbeiten möglich

Die Teilbaugenehmigung erlaubt das Freimachen des Baufelds, die Entfernung von Bewuchs, erste Erdarbeiten, die Vorbereitung der Fundamente und Erschließungsarbeiten für die Strom- und Wasserversorgung. Entsprechende Arbeiten müssten der Stadt eine Woche vor Beginn angekündigt werden, erklärte Oeldes Stadtbaurat Matthias Abel gegenüber der „Glocke“. Darüber hinaus seien keine weiteren Schritte notwendig. Dass die Teilgenehmigung beantragt wurde, lasse vermuten, dass bereits 2017 Bagger rollten.

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