Brand in Flüchtlingsheim in Sünninghausen
Bild: Eickhoff
In einer Asylantenunterkunft in Oelde Sünninghausen ist in der Nacht zu Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Einen Hinweis auf eine fremdenfeindliche Tat konnte die Polizei nicht finden.
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Bei dem Einsatz verletzten sich fünf Personen, von denen zwei zur weiteren ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurden. Der 20-jährige Bewohner des betroffenen Zimmers blieb unverletzt, da er den Raum kurz vorher verlassen hatte.

Kein Hinweis auf fremdenfeindlichen Hintergrund

„Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat konnten die Kollegen zunächst nicht finden“, berichtete Susanne Dirkorte-Kukuk als Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde. Viele der Bewohner kamen noch in der Nacht in Familien in Sünninghausen unter, einige mussten in eine andere Unterkunft gebracht werden.

Oelder entdeckt Feuer

Ein 31-jähriger Oelder hatte das Feuer in dem Zimmer eines 20-Jährigen entdeckt, als er sich hinter der Unterkunft für Asylsuchende aufhielt, um kurz von der in der benachbarten Turnhalle stattfindenden Karnevalsveranstaltung Luft zu schnappen. Der Mann informierte sofort die Feuerwehr über den Notruf.

Nachdem der Brand entdeckt worden war, wurden die 36 Bewohner ins Freie geführt. Neben der Feuerwehrleuten, die zur Brandsicherheitswache abgestellt waren, waren auch einige Feuerwehrleute privat bei der Karnevalsfeier. Mit Hilfe von rund acht Feuerlöschern und dem Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug wurde der Brand weitestgehend eingedämmt und größerer Schaden verhindert.

Nach der Brandmeldung wurde für die Feuerwehr Großalarm ausgelöst: Neben dem Löschzug Keitlinghausen/Sünninghausen wurden die Kameraden der Löschzüge Oelde und Stromberg alarmiert, so dass Stadtbrandinspektor Michael Haske rund 65 Einsatzkräfte zur Verfügung standen. Ferner eilten vier Rettungswagen, das Notarzteinsatzfahrzeug, der Organisationsleiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt nach Sünninghausen. Zwei Feuerwehrleute unter Atemschutz konnten den Brand schließlich löschen, während die Bewohner des Gebäudes in einem für die Karnevalsveranstaltung aufgebauten Zelt behandelt wurden.

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