Künftig wird Oelde mit nur noch zwei Pfarrstellen und einem Jugendreferenten auskommen müssen. Nach Jahren als Krankenhausseelsorger in Minden und einem kurzen Wirken in einer Bielefelder Gemeinde kam Peter Heuermann im Sommer 2004 als Nachfolger von Elke Hansmann nach Oelde. Stromberg sollte das vornehmliche Arbeitsfeld des musikbegeisterten Pfarrers, der auch C-Musiker ist, werden. Doch auch das Unterrichten von jungen Menschen kam durch einen Zufall hinzu. Aus der Vertretung für einen Freund am Berufskolleg in Beckum wurde eine halbe Stelle, die ihn an ein Gymnasium in Rheda und eine Schule in Brackwede führte. Seit zwei Jahren unterrichtet er am Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh. Diese Arbeit setzt er fort, wenn er von nun an in Schloß Holte-Stukenbrock tätig ist. Zurücklassen wird er unter anderem den Ökumenischen Kreis „Wir Christen in Oelde“, der ihm am Herzen liegt. Ein Funkeln kommt in seine Augen, wenn er von der „freundlichen, warmherzigen Aufmerksamkeit“ von Doris Leeser, der Sprecherin des Kreises, berichtet. Der Kreis sei ein schönes Gegenmodell zu dem Verhältnis, das man oft zwischen den Konfessionen finde – und zwischen Strombergern und Oeldern, fügt er mit einem Lächeln hinzu. Wäre er gern geblieben? „Irgendwie schon“, antwortet er nachdenklich. Die Zusammenarbeit mit Pfarrerin Melanie Erben bereite ihm viel Spaß. „Ich hätte Lust gehabt, mehr zu machen“, sagt er und blickt zurück auf das gute Miteinander der Oelder Seelsorger in den vergangenen Monaten. Obwohl er bereits die Stellen gewechselt hat, wird er die Jugendlichen, die in der Christuskirche in Stromberg am 21. April konfirmiert werden, bis dahin vorbereiten. Der jüngere Jahrgang, der sich noch im ersten Vorbereitungsjahr befinde, werde von Melanie Erben übernommen. Mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 10. März, ab 17 Uhr in der Christuskirche und einem anschließenden Empfang wird Peter Heuermann verabschiedet.
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