Doch das Insekt, das der sechsjährige Felix am Mittwochmorgen im Sand gefunden hat, ist für die Kinder nicht weniger faszinierend. Rot-braun schimmert der Nashornkäfer in der Sonne. Die schwarze Spitze an seinem Kopf, der er seinen Namen verdankt, ist nicht zu übersehen. „Die Kinder sind total interessiert“, sagt Erzieherin Nicole Genz.
Sie hat gemeinsam mit Finder Florian den Käfer aus dem Sandkasten geborgen. Mithilfe eines kleinen Förmchens. Jetzt hockt der etwa vier Zentimeter große Besucher in einem Terrarium. So können ihn die 36 Kinder, die die Kita im ehemaligen Schwesternwohnheim besuchen, in aller Ruhe unter die Lupe nehmen. Viel Zeit bleibt ihnen dafür nicht. „Der ist ja quasi schon Rentner“, sagt Mechthild Nienaber. Die Erzieherin lacht. Anfang Juni sei der Käfer vermutlich geschlüpft. Nur wenige Wochen leben die seltenen Insekten. So hat dieses Exemplar zumindest noch einen recht aufregenden Tag im Rampenlicht der Kita-Belegschaft.
Ein Stammgast der „Langstrümpfe“ soll der Nashornkäfer nicht bleiben. „Wir lassen ihn später fliegen“, erklärt Florian. Das nämlich beherrscht der Käfer. Dass er bis dahin einen angenehmen Aufenthalt hat, dafür haben die Kinder gesorgt: „Wir haben ihm Gras mit in das Terrarium gelegt“, sagt Florian. Davon ernährt sich die sonderbar aussehende Kreatur zwar nicht. Doch darunter verstecken funktioniert.
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