Wie sonst sollte „Timmy“ direkt vor der Haustür an der Hedwigstraße auf den Stoff gestoßen sein, fragt sich Anette Sdrojek-Taus. Die Möglichkeit, der Hund habe Gift gefressen, habe auch die Tierärztin genannt. Am Ende konnte selbst eine Operation dem Mischling nicht helfen. Seine Besitzerin will Anzeige gegen Unbekannt stellen.
Der Hund von Anette Sdrojek-Taus ist nicht der einzige Vierbeiner in Oelde, der in den vergangenen Wochen eingeschläfert werden musste und bei dem zu vermuten ist, dass er Gift gefressen hat. Mitte Juli wandte sich Gabriele Ahrens mit Flugblättern an Hundefreunde, nachdem der Hund ihres Nachbarn hatte eingeschläfert werden müssen. Wie die Oelderin mit ihrem kleinen Spaniel war der Nachbar mit einer neun Monate alten Labrador-Mischlingshündin im Bereich von Friedhof und Axtbach in Oelde unterwegs. Nach einem Spaziergang habe die Hündin Blut erbrochen und sei noch in der gleichen Nacht in einer Bielefelder Tierklinik eingeschläfert worden. Für Gabriele Ahrens stand fest, dass sie tätig werden musste, damit niemand – egal, ob Hunde oder gar spielende Kinder – zu Schaden kommt. Sie hing die Flugblätter mit Warnungen auf und informierte auch Polizei und Ordnungsamt über das Geschehen.
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Die Stadt Oelde bestätigt, dass sie über eine beauftragte Firma im betroffenen Bereich Rattengift auslegen lässt. Es bestehe aber nach derzeitigem Erkenntnisstand kein Zusammenhang zwischen dem bekannten Vergiftungsfall und den vor einigen Wochen ausgelegten Giftködern. Das Ordnungsamt könne ausschließen, dass durch die verwendeten Köder Hunde gefährdet würden, erklärte Heike Beckstedde, Mitarbeiterin der Pressestelle der Stadt Oelde. Fest stehe auch, dass im Bereich der Hedwigstraße – wo Mischling „Timmy“ das Gift gefressen hat – in diesem Jahr definitiv kein Rattengift ausgelegt worden sei.

