120 Jahre Pflege und Begegnung gefeiert
Bild: D. Reimann
Über die 120-jährige Geschichte des Hauses St. Josef informieren sich (v. l.) Reinhold Gebbe, Alfons Lüffe, Bernhard Dunker und Martina Degen anhand der aufgestellten Schautafeln.
Bild: D. Reimann

Das 120-jährige Bestehen des Altenzentrums, das einst aus einem Krankenhaus hervorging, war für alle ein großes Vergnügen – sowohl für die jüngeren als auch die älteren Besucher. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst im eigens aufgebauten Zelt fing es an, mit Spanferkelessen und einem Auftritt der Saxon Hill Blues Session mit dem Sassenberger Benno Sökeland hörte es auf.

Dazwischen gab es jede Menge Programm für alle Altersklassen. Schon am frühen Morgen nutzten die Gäste die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Bummel über das Gelände und durch die Häuser. Die beiden Sozialarbeiterinnen Ricarda Wessel und Carina Baalmann hatten im Veranstaltungsraum eine Ausstellung organisiert, die die Geschichte der Einrichtung von den Anfängen – dem Bau des Krankenhauses und seiner Fertigstellung im Jahr 1872, der Errichtung des Schwesternwohnheims im Jahr 1966, der Schließung des Krankenhauses und Nutzung als Altenwohnheim bis hin zu den jüngsten Um-, Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten 2011 – umfasste.

Wie sich die heutige Wohn- Betreuungs- und Pflegesituation gestaltet, davon konnten sich die Gäste bei Hausführungen selbst ein Bild machen. Dazwischen erfreuten jede Menge Musik- und Tanzdarbietungen sowie die Clowns „Max und Trine“ die große Besucherschar. Im Zelt spielten die „Punch Drunk Poets“ aus Münster, auf dem Außengelände zeigten die „Tanzelinchen“ unter der Leitung von Doreen Frischleder ihr Können. Der Männergesangverein „Frohsinn“ gab ebenso ein musikalisches Stelldichein wie „De Eckpoahl-Band“, die mit ihren Drehorgeln für ein wenig Nostalgie sorgte.

 In der Tagespflege zeigten die Landfrauen alte Küchengeräte und versorgten die Besucher mit frisch gepresstem Apfelsaft. Der Kindergarten St. Johannes lud zu Kachelmalereien ein. Apropos Malerei. Ein Glanzlicht setzte auch das Kunstwerk, das sämtliche Bewohner von Haus- und Wohngruppen sowie der Tagespflege im Rahmen eines umfassenden Kunstprojekts gestaltet hatten. 80 selbst gemalte Quadratologos ergaben am Ende ein herrliches, buntes Blumenbild, das wunderbar zur guten Laune, dem Sonnenschein und der gelungenen Jubiläumsveranstaltung passte.

Es wird mit Sicherheit einen würdigen Platz in der Einrichtung finden und die Erinnerung an eine gelungene Feier zum 120-jährigen Bestehen lebendig halten.

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