200.000 Euro für das Herrenhaus Harkotten
Die Erhaltungsmaßnahmen werden in diesem Jahr am Herrenhaus Harkotten beginnen.

 Die 2014 und 2015 vom LWL Denkmalpflegeamt Münster, der Stadt Sassenberg und der Bezirksregierung geförderten Planungsmaßnahmen können deshalb kurzfristig vor dem einbrechenden Winter an den schadhaften Stellen der Ostfassade und der Schornsteinköpfe durchgeführt werden. Den Startschuss bildete jetzt die Überbringung des Fördervertrags durch Sigrid Karliczek, Ortskuratorin der DSD Münster, in Begleitung von Bodo Kemper, Westlotto.

Nationale Bedeutung

Das Kulturdenkmal „Haus Harkotten – von Korff“ wurde nach den Plänen des Architekten Adolph von Vagedes (1777 -1842) als dreigeschossiges Herrenhaus in klassizistischer Formensprache errichtet und ist Teil der ausgedehnten „Doppelschlossanlage Harkotten“. Bei der Errichtung des neuen Herrenhauses (1806-1831) wurden umfangreiche Bestandteile des Vorgängerbaus einbezogen. Das Haus Harkotten von Korff wurde als Schloss von Korff mit Wirkung vom 19. Oktober 1982 in die Denkmalliste der Stadt Sassenberg eingetragen. Am Beginn aller am und im Herrenhaus Harkotten vorgesehenen Restaurierungsüberlegungen stand die überraschende Freilegung (2013) der Wandgestaltung von Phillip Ferdinand Ludwig Bartscher (1749-1823). Ab Sommer 2014 wurde in Abstimmung mit den Denkmalbehörden und der Eigentümerfamilie ein Fahrplan für die weitere denkmalpflegerische und bauliche Entwicklung des Hauses Harkotten entwickelt, ergänzt durch die Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts („Die Glocke“ berichtete).

Stark beschädigt

Noch in diesem Jahr können dank der Förderungen und nicht auch zuletzt dank der aktiven Unterstützung durch den Harkottener Förderverein Maßnahmen zur Substanzerhaltung und Sanierung an der Ostfassade, den Schornsteinköpfen, den Gewölbedecken und Wänden der ehemaligen historischen Küche in Angriff genommen werden. Handlungsbedarf besteht insbesondere an der Ost- und Nordfassade im Sockelbereich sowie bei den Rissbildungen in fast allen Stürzen und Riegeln der Sandsteingewände. Holzbalkendecken weisen durch Feuchteinwirkung starke Beschädigungen und Verformungen auf. In verschiedenen Bereichen des Kellergeschosses ist der Boden stark verformt, aufgeplatzt und aufgewölbt. Die Instandsetzung der stark geschädigten Schornsteinköpfe beinhalte allein aufgrund der aufwendigen Gerüststellung einen nicht zu unterschätzenden logistischen und finanziellen Aufwand, heißt es in einer Mitteilung.

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