Auf dem Papier steht neue Turnhalle schon
Bild: Austrup
13 Jahre lang steht der Krafttrainingsraum als erster Bauabschnitt einer neuen Sporthalle allein auf weiter Flur. Im kommenden Jahr soll nun der zweite Bauabschnitt verwirklicht werden.
Bild: Austrup

 Am Montagabend, 13 Jahre später, wurden in der Sitzung des Ortsausschusses endlich die lang ersehnten Pläne für den zweiten Bauabschnitt, sprich die Turnhalle selbst, vorgestellt. Sie soll im kommenden Jahr aus dem Boden gestampft werden. Die Spielfeldgröße, so berichtete Architekt Matthias Ossege aus Glandorf den Politikern sowie zahlreichen Interessierten aus den Reihen des Sportvereins, wird eine Größe von 18 mal 36 Metern aufweisen.

 Die großzügigen Umkleide- und Sanitärbereiche, darauf legen die Sportler Wert, werden vom Spielfeld aus im Blick zu behalten sein, sodass es unehrlichen Menschen erschwert wird, unbeobachtet Jacken und Hosen zu durchsuchen. Prägendes Element der Halle wird eine Tribüne sein, die 100 Zuschauern Platz bietet. Von außen fügt sich die Architektur in massiver Bauweise mit Klinkerfassade und weiß verputztem Giebelbereich harmonisch in die Struktur des bestehenden Kraftraums ein.

 Eine Deckenhöhe von 7,20 Meter soll sowohl Badminton als auch Tennis- und Federballspiel ermöglichen. Ein großzügiges Lichtband im Dachbereich sorgt für beste Sichtverhältnisse am Tage, wenn die Halle überwiegend genutzt wird. Geräteraum, Regieraum und ein zweiter Ausgang komplettieren das Gesamt-Erscheinungsbild. Um auch energietechnisch auf dem neuesten – und kostengünstigsten – Stand zu sein, wird Heizenergie mittels einer Wärmepumpe erzeugt, deren Strombedarf eine 40 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach liefern soll. Die Kosten fallen einer ersten Schätzung zufolge inklusive Ausstattung, Technik, Außenanlagen und Nebenkosten mit 1,6 Millionen Euro weit geringer aus, als von Verwaltung und Politik bislang befürchtet.

 „Dann gehen wir mal davon aus, dass der Bürgermeister diese Summe im Haushalt für das kommende Jahr berücksichtigen wird“, stellte Ausschussvorsitzender Franz-Josef Linnemann (FWG) klar. Zunächst aber muss am kommenden Montag der Infrastrukturausschuss zustimmen.

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