Ballons als Zeichen der Verbundenheit
Bild: Baumjohann

Nach dem Gottesdienst ließen die Christen lilafarbene Luftballons gen Himmel steigen.

Bild: Baumjohann

Den Reformationstag und das Reformationsjubiläum hat die evangelische Kirchengemeinde am Dienstag mit den Gläubigen gefeiert.

Begonnen hatte das Reformationsgedenken mit einem Festgottesdienst in der vollbesetzten Kirche, der vom Bläserensemble Christian Siegmund, Christian Borgmann, Jan Borgmann, Rudolf Bussmann und Finn Robecke sowie vom Männergesangverein „Frohsinn“ mitgestaltet worden war. Anschließend ließen die evangelischen Christen auf dem Kirchplatz lilafarbene Ballons gen Himmel steigen. Danach ging es für die Gläubigen ins evangelische Pfarrheim. Dort konnten sie bei einem gemeinsamen Imbiss Kürbissuppe genießen und sich anschließend bei Gesprächen in gemütlicher Runde austauschen.

„Vielmehr verbindet uns als uns trennt“, blickte Bürgermeister Josef Uphoff in seinem Grußwort auf den Glauben an den dreieinigen Gott, der in der katholischen wie der evangelischen Gemeinde gleichermaßen gelebt werde. „Es tut einfach gut, mit Gleichgesinnten einen Gottesdienst zu feiern und sich auf eine gute Woche zu freuen“, erklärte Uphoff. Das unterstrich auch Pfarrer Michael Prien. Der Geistliche zeigte er sich ob der lebendigen Ökumene in Sassenberg überzeugt. „Das ist auch unsere Aufgabe: Als Christen miteinander an einem Strang ziehen in dieser Gemeinde.“ Sein katholischer Amtsbruder Andreas Rösner freute sich darüber, dass die evangelische Kirche den runden Reformationsgeburtstag erstmals nicht in Abgrenzung zur katholischen Kirche begehe und ein „Jubiläum ohne anti-katholische Stoßrichtung“ feiere, wie es Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm betont habe. Auch die katholische Identität lebe nicht aus der Abwertung der anderen, sondern aus der Inspiration Christi, so Rösner.

Weitere Annäherung sei unbedingt notwendig für ein gemeinsames Zeugnis in der Welt, zeigte er sich überzeugt: „Kirchen, die getrennt sind, sind ein Zeichen des Anstoßes.“ Auch Martin Luther selbst, verkörpert durch Martin Lechner, hatte einen Auftritt beim Zusammensein im Pfarrheim. Zudem hatten die Organisatoren ein Luther-Quiz für die Erwachsenen und ein Lutherspiel für die Kinder vorbereitet.

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