Das Klimakterium ist keine Krankheit
Bild: D. Reimann
Die Heilpraktikerin Maria Krützkamp (M.) war auf Einladung von Reinhild Vrochte (l.) und ihrer Stellvertreterin Hildegard Krüllmann ins Pfarrheim gekommenn
Bild: D. Reimann

Dennoch ist das Klimakterium – und das bezeichnet die Jahre der hormonellen Umstellung vor und nach der letzten Monatsblutung der Frau – keine Krankheit. Das stellte die Heilpraktikerin Maria Krützkamp zu Beginn ihres Vortrags über die Wechseljahre klar heraus. Krützkamp, die am Dienstagabend auf Einladung der Landfrauen ins Pfarrheim gekommen war, ermunterte die Frauen vielmehr, die Wechseljahre als eine Zeit des Wandels zu begreifen, die zahlreiche Chancen böte, sich zu entwickeln und neue Bewusstseinsebenen zu erreichen. „Nehmen Sie sich selbst wichtig, werden Sie sich darüber klar, was Sie wollen, formulieren Sie ihre Ziele und überlegen Sie, wie Sie dorthin kommen“, riet die Heilpraktikerin den anwesenden Frauen am Dienstagabend. Den Wechseljahrsbeschwerden mit Hormontherapie zu begegnen, ist für Maria Krützkamp nicht der richtige Weg. Die Hormontherapie würde erneut nur die Symptome bekämpfen, zudem seien damit einige Nebenwirkungen verbunden. Zu diesen zählte sie ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Thrombose und Lungenembolie, Demenz, Brust- und Eierstockkrebs. Besser sei es nach Worten Krützkamps, die Wechseljahre anzunehmen und mit natürlichen Mitteln gegenzusteuern. Wer viel schwitzt, sollte darauf verzichten, schweißtreibenden Sport auszuüben. Besser sei eine ausdauernde Bewegung, wie Radfahren, Walken oder Schwimmengehen. „Wenn Sie viel schwitzen, verlieren Sie Flüssigkeit und Energie. Und das würde die Symptomatik nur verstärken“, so die Referentin. Ein Mittel, um Wechseljahrsbeschwerden zu lindern, seien die pflanzlichen Vorstufen menschlicher Östrogene, die sogenannten Isoflavone. Jedoch sollten diese auf keinen Fall in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, sondern vielmehr durch die Ernährung aufgenommen werden. Sie finden sich in beträchtlicher Zahl in Soja-Produkten und in geringerem Maße auch in Linsen, Erbsen, Bohnen, Spargel, Knoblauch, Rotklee und getrockneten Leinsamen. Neben Akupunktur könnte auch die Phytotherapie zum besseren Wohlbefinden beitragen. In diesem Zusammenhang nannte Maria Krützkamp Mönchsfutter, Passionsblume, Echten Salbei, Johanneskraut und Cimicifuga. Frauen sollten darüber hinaus ihre Wirbelsäulenblockaden lösen und darauf achten, dass ihr Körper nicht übersäuert sei, sagte sie.

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