Harkotten hat nationale Bedeutung
Bild: Austrup
Harkotten steht jetzt auf einer Stufe mit Siegessäule und Hermannsdenkmal. Drüber freuen sich im gelben Salon (v. l.) Reinhold Sendker, Josef Uphoff, Myriam von Korff und Dr. Peter Paziorek.  
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 Die Sachverständigen aus dem Haus der Staatsministerin für Kultur und Medien, Professor Monika Grütters (MdB) haben in ihrer jüngsten Sitzung die nationale Bedeutung des Hauses Harkotten anerkannt. Ausschlaggebend hierfür war „vor allem die Verbindung der Architektur mit der Geschichte des Wohnens“. „Dies sind hervorragende Nachrichten“, sagte der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer von Haus Harkotten, Dr. Peter Paziorek, am Mittwochin der kurzfristig zum Ort einer Pressekonferenz umfungierten Eingangshalle des Herrenhauses von Korff.

 Eine positiv anderkennende Entscheidung für ein Denkmalschutzprojekt im Bereich der Bezirksregierung Münster sei letztmalig im Jahr 2005 gefallen, fügte Reinhold Sendker (CDU/MdB) hinzu. „Außerdem ist die Anerkennung unabdingbare Voraussetzung für eine Förderung aus dem Programm ,National wertvolle Kulturdenkmäler’ (NWK)“, so Sendker.

Förderzusagen von rund 850 000 Euro hat Schlossherrin Myriam von Korff für die Sanierung des Hauses bereits vorliegen, aus dem NWK-Programm erhofft sie sich weitere 190 000 Euro für die Sanierung der Eingangshalle und der Nordfassade. „Drei Jahre lang haben wir vom feuchten Keller über defekte Fenster bis zu Rissen in der Fassade alle Schäden aufgenommen und ein Sanierungskonzept erstellt, jetzt können die Arbeiten starten“, freut sich von Korff.

Der Förderverein hat unterdessen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, an die Bundes- und Landesgelder geknüpft sind: „Die notarielle Beurkundung, dass das Untergeschoss des Hauses dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, liegt vor“, so Dr. Paziorek. Während das erst nach de

r Sanierung der Fall sein wird, sind bereits für dieses Jahr zwei weitere Konzerte an historischer Stätte geplant. Am Sonntag, 18. Juni, sollen an drei Orten gleichzeitig musikgeschichtliche Werke der Romantik erklingen, jener Zeitepoche, in die die Entstehung des klassizistischen Hauses von Korff (Baubeginn 1806) datiert. Neben einer Harfenistin und einem Fagott-Ensemble konnte Antje Bitterlich von den städtischen Bühnen Münster für den Gesangspart gewonnen werden. Ein weiteres Mal werden Lieder, die zur Zeit des Klassizismus en vogue waren, am 16. September erklingen. Dies jeweils an drei Standorten gleichzeitig, im Freien, im Wappensaal und in der Schlosskapelle. Und nach der Sanierung kann Harkotten auch wieder als Trauraum für Hoch-Zeiten sorgen.

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