Holländer dominieren in Füchtorf
Bild: A. Edelkötter
10.000 Fans verfolgten die EM im Tractor-Pulling in der Füchtorfer Arena.
Bild: A. Edelkötter

„Eine ganz tolle Veranstaltung. Wir sind super zufrieden“, jubelte Cheforganisator Heinz-Josef Hörstkamp. An beiden Tagen waren rund 15 000 Zuschauer zu den internationalen Titelkämpfen gekommen. Sie sahen spektakuläre Rennen, PS-starke Monster-Traktoren und europäischen TopFahrer, die schweißtriefend Schwerstarbeit verrichteten. Allen voran die Niederländer. Sie siegten in allen sieben Kategorien und machten die EM in Füchtorf zu holländischen Festspielen.

Es war heiß im Stadion von Füchtorf. Heiß auf den Rängen und heiß auf der Bahn. Mancher Motor katapultierte bei über 30 Grad Außentemperatur. Wie am Schnürchen tuckerte hingegen Double Screaming unter Berrie Boer. Souverän siegten der über 4400 PS starke Traktor und sein sympathischer Fahrer. 106,34 Meter waren in der Klasse „2,5 Tonnen“ nicht zu schlagen. Daniel Frische aus Ostbevern qualifizierte sich im ersten Durchgang mit einem Full Pull (volle Strecke geschafft) für das Finale qualifiziert. Mit 72,53 Meter wurde er mit dem „grünen Monster“ Sechster. „Das Optimum“, bilanzierte Heinz-Josef Hörstkamp später.

Nicht ganz zufrieden war Frank Bartholomaé aus Bad Iburg mit seinem Le Coiffeur. Ausgerechnet im Finale hatte das „Sahneschnittchen des deutschen Tractor-Pulling-Sports“ technische Probleme. Am Ende blieb Rang sieben. Wenn schwarzer Rauch über dem Stadion aufsteigt, sind die 3,5 Tonner in Aktion. 21 wagten sich auf die Strecke, 15 schafften es bis ins Finale. Dort lieferten sie sich einen packenden Kampf. Rocky aus den Niederlanden zog den Bremslagen 90,83 Meter. – 33 Zentimeter weiter als der Däne auf seinem John Deere 1.

Es ist die Königsdisziplin. Das Pulling-Rennen, bei dem die Ohren richtig dröhnen und der Magen vibriert. Wenn die Traktoren der Klasse 4,5 Tonnen über die rund 100 Meter lange und zehn Meter breite Wettkampfbahn rasen, geht es spektakulärer nicht mehr. „Jetzt lassen wir es richtig krachen“, brachten es die beiden Moderatoren der EM, Daniel Hinrichs und Ulf Schnackenberg, gestern auf den Punkt. 13 Traktoren waren am Start. Die Hoffnungen der deutschen Zuschauer lagen dabei auf Green Fighter mit Tobias Hörstkamp hinter dem Steuer. Der Füchtorfer ging mit der Nummer zwei ins Rennen. Er zog den Bremswagen problemlos über die geforderte Strecke. Full Pull – das Stadion tobte. Im Finale mussten sich die grünen Kämpfer dann nur dem niederländischen Super-Traktor Inter-Techno Lambada geschlagen geben. Für die Nummer zehn war es der zweite Titelgewinn bei dieser Europameisterschaft. Am Samstag holte er bereits in der Kategorie „3,5 Tonnen“ den EM-Titel.

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