Sekundarschule ist kein Modellversuch
Bild: D. Reimann
Standen den Eltern Rede und Antwort zur geplanten Sekundarschule: (v. l.) Christa Maria Stuckenberg-Sitterberg, Winfried Richter, Mechthild Schawe, Reinhold Bussieweke, Professor Dr. Bernd Zymek owie Josef Uphoff.
Bild: D. Reimann

Bürgermeister Josef Uphoff, Professor Dr. Bernd Zymek, Leiter der pädagogischen Arbeitsgruppe, die Schulleiter der Grundschulen, Mechthild Schawe und Winfried Richter sowie der Haupt- und Realschule Reinhold Bussieweke und Christa-Maria-Stuckenberg-Sitterberg standen den dabei Rede und Antwort. „Ich bin persönlich davon überzeugt, dass wir diesen Weg gehen müssen, sonst müssen die Sassenberger Schülerinnen und Schüler irgendwann in die Nachbarstädte geschickt werden“, stellte Bürgermeister Josef Uphoff, gleich zu Beginn klar.

 Nachdem er noch einmal die Gründe für eine Sekundarschule dargelegt hatte, appellierte Professor Dr. Bernd Zymek an die Eltern, sich nicht durch die Begrifflichkeiten verrückt machen zu lassen: „Eine Sekundarschule ist keine neue Erfindung.“ Nach Dr. Zymeks Worten ist eine Sekundarschule vergleichbar mit einer Gesamtschule. „Das, was sich an vielen Standorten bewährt hat, wird auch in Sassenberg angeboten.“ Die Sekundarschule sei kein Modellversuch, sondern eine Regelschule. Diese zeichne sich durch einige grundlegende Prinzipien aus. So würden die Kinder vom fünften bis zum zehnten Jahrgang im Klassenverband unterrichtet. Allerdings würden ab Klasse 7 in den Hauptfächern Mathematik, Englisch und Deutsch sogenannte Profilkurse eingerichtet.

Darüber hinaus wählten die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 ein und ab Klasse 8 ein zweites Wahlpflichtfach. Das individuelle Lernen und die individuelle Förderung sind weitere Grundpfeiler der Sekundarschule. Wie das funktionieren kann, darüber berichtete Mechthild Schawe. „Die Schüler lernen selbstständig in ihrem individuellen Lerntempo.“

Anhand von Kompetenzrastern würden Leistungsstand und Leistungsentwicklung kontinuierlich dokumentiert. Wie Dr. Zymek erläuterte, müssten die Eltern keine Bedenken haben, dass ihre Kinder weniger lernten als andernorts. „In der Sekundarschule gelten die bundesweiten Bildungsstandards“.

Weitere Berichte zum Thema in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 2. Dezember 2011.

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