Bewegung beugt Pflegebedürftigkeit vor
Der Dank für 20 Jahre ehrenamtliches Engagement im St.-Elisabeth-Stift in Sendenhorst galt (vorne v. l.) Wera Kommorowski, Marieluise Kirsch, Ursula Bartylla, Karin Kirchner, Agnes Horstmann und Helga Meyer. Es gratulierten (hinten v. l.) Matthias Dieckerhoff, Elisabeth Uhländer-Masiak und Angelika Reimers.

Diesen verknüpften die Gastgeber auch mit einer Fortbildungseinheit: Bewegung, so die Botschaft, ist der Schlüssel für ein selbstständiges und auch selbstbewusstes Leben im Alter und ein wichtiger Faktor, um Pflegebedürftigkeit vorzubeugen. Damit knüpfte Hausleitung Elisabeth Uhländer-Masiak an die Tagespflege an, die zu Ostern eröffnen wird. Mit dem rehabilitativen Schwerpunkt für die 24 Tagespflegeplätze liegt das St.-Elisabeth-Stift ganz auf Linie des nationalen Expertenstandards zur Mobilitätsförderung durch die Pflege.

„Bewegungsverlust und Bewegungsmangel sind die Hauptursachen für Pflegebedürftigkeit. Deshalb wollen wir unsere Bewohner und Tagespflegegäste ermutigen, Dinge selbst zu tun oder es zumindest zu versuchen.“ Trainiert werden müssten dafür Muskelkraft, Ausdauer, Gelenkigkeit, geistige Beweglichkeit und Gleichgewicht. All diese Fähigkeiten konnten die Ehrenamtlichen gleich selbst testen: Mit einem großen Schwungtuch trainierten sie mit Matthias Dieckerhoff (Begleitender Dienst) die großen Armgelenke. Beim Suchen von Schätzen in einer Bohnenschlüssel war Fingerfertigkeit gefragt, und im Laufparcours mit Bällen, Ringen und Rollator ging es um Gleichgewicht und Koordination.

Bewegung steckt auch immer in der dynamischen Entwicklung der Stiftung. Geschäftsführer Werner Strotmeier hatte eingangs einen Überblick über die Einrichtungen gegeben. Das erweiterte Reha-Zentrum wird Mitte November bereits zu zwei Dritteln belegt sein. Ostern werden nicht nur die Tagespflege, sondern auch der Südeingang und der Südflügel des Stifts fertig. 2018 wird auch das Jahr des Geschäftsführungswechsels: „70 Bewerbungen haben wir – aber nur einen können wir nehmen“, so Strotmeier, der mit Freude seiner Rückkehr in den lieb gewonnenen Ruhestand entgegensieht. Er versäumte es auch nicht, den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz zu danken: „Wir sind ein offenes Haus, und Sie sind unsere Qualitätssicherung.“

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