Lilly Haggeney spielt eine Hauptrolle
Drehort Wohnzimmer: Für das Videoprojekt „Wandernder Ort“ stand Lilly Haggeney aus Liesborn vor der Kamera Rede und Antwort. Das Bild zeigt (v.l.) Lilly Haggeney, Tontechniker Lukas Raber, Kameramann Jan-Malte Enning sowie Dr. Margit Schild und Elvira Hufschmid aus Berlin.

Zugegeben: Es ging diesmal nicht um die Herstellung eines aufwändigen Kinofilmes wie „Unter Bauern“. Vielmehr handelte es sich um ein Video-Kunstprojekt mit dem Titel „Wandernder Ort“. So war das Filmteam mit den beiden Künstlerinnen Dr. Margit Schild und Elvira Hufschmid aus Berlin, einem Kameramann und einem Tontechniker doch wesentlich „kompakter“ als das im Jahre 2008.

„Dieses Video handelt von zehn Menschen aus dem Münsterland, die jeweils etwa fünf Minuten von einem Erlebnis erzählen, dass mit ihrem Lebensort verbunden ist und gleichzeitig versuchen sie, an die vorhergehende Geschichte anzuknüpfen“, erläuterte Dr. Margit Schild das Kunstprojekt. Dabei herauskommen soll ein etwa 70-minütiger Video-Film von „Erlebnis-Orten“ – quer durchs Münsterland.

Da hatte es Lilly Haggeney in jedem Fall etwas einfacher: Mit ihr wird das Video beginnen und somit brauchte sie sich keine Überleitung zu überlegen. Auch konnte sie, im Gegensatz zu den damaligen Schauspielern, im wahrsten Sinne des Wortes „ungeschminkt“ und bequem vor der Kamera sitzend ihre Geschichte erzählen.

Dabei steht – so viel sei schon verraten – die Glenne als Ort und diese als zu überwindendes Hindernis in ihrer Jugendzeit im Mittelpunkt. Nicht ganz so einfach hatte es während der zwei Drehtage Albert Haggeney, der mit seiner Mutter auf dem Hof lebt und diesen bewirtschaftet. Er sorgte dafür, dass das Filmteam zur Geschichte auch die passenden Außenaufnahmen machen konnte, dass alles passte und sich aber vor allem das Lampenfieber der über 90-Jährigen immer schnell wieder legte. Vorgestellt werden soll das Video, welches unter anderem mit Mitteln des Landes NRW und der LWL-Kulturstiftung gefördert wird, im Herbst auf dem Filmfestival in Münster.

Dass das Kunstprojekt auch im hiesigen Raum zu sehen sein wird, dafür wird sicherlich die Liesborner Kunsthistorikerin Dr. Andrea Brockmann sorgen, die als Leiterin der „Galerie Münsterland“ in Emsdetten unter anderem in Kooperation mit diesem Projekt steht.

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