Märchenhafte Stimmung bei Liesborner Lauschnacht
Bild: Ploch
In einem Workshop in den Sommerferien sind im Kinderhaus Hentruper Mühler die Figuren für ein Puppenstück entstanden, das am Freitag Premiere feierte. Unser Bild zeigt (v. l.) Tom, Petra Albersmann, Aaron, Michel, Justin, Janne Waskönig, Nick und Dirk.
Bild: Ploch

Sechs Kinder und Jugendliche aus dem Kinderhaus präsentierten zu Beginn ihr eigens ausgedachtes Puppenspiel. Die Puppen hatten sie selbst in einem dreitägigen Workshop während der Sommerferien mit Erzählerin Petra Albersmann aus Hamburg hergestellt. Sie zeigte der Gruppe dabei auch, wie man mit Puppen auf der Bühne auftritt. „Besonders muss man dabei auf den Blickkontakt der Figuren und die Sprechbewegungen achten. Aber auch das Betreten der Bühne haben wir geübt“, berichtete Albersmann im Gespräch mit der „Glocke“.

Die Kinder zeigten einen eindrucksvollen Auftritt und stellten unter Beweis, dass sie viel im Workshop gelernt haben. „Fünf Freunde und der Dutt“ hieß ihre kleine Geschichte, in der fünf Figuren aus dem Märchenland sich langweilen, ein Luftei am Himmel entdecken und damit spielen möchten. Im Verlauf der Geschichte taucht Oma Dutt auf und bietet Kuchen an. Muss man vor ihr Angst haben? Diese Frage beschäftigt die märchenhaften Protagonisten. Das junge Publikum zeigte sich begeistert von der kleinen Geschichte und klatschte lange Beifall.

Anschließend trat Erzählerin Petra Albersmann mit „Dornröschen aus dem Nähkästchen aus. Immer wieder zauberte sie verschiedene Figuren aus ihrem Nähkästchen und integrierte diese in die Erzählung. So war es am Ende nicht der Prinz, der das Dornröschen aus seinem Schlaf küsste, sondern ein Frosch. Ab 20 Uhr waren alle Erwachsenen eingeladen. Janne Waskönig vom Kinderhaus in Liesborn, Petra Albersmann aus Hamburg und Claudia Duval aus Bayern schaurig-schöne Geschichten in der westfälischen und bayrischen Mundart sowie im Jargon des Ruhrgebiets vor. Das freie Erzählen ist eine eigene Kunst, die die drei Frauen während ihrer Erzählerausbildung gelernt haben.

Im ersten Teil des Abends bekamen die Zuhörer im gut besuchten Zelt Märchen aus aller Welt in eigener Fassung zu hören, während der zweite Teil aus autobiografische Geschichten, verwoben mit ein wenig Fiktion, bestand. Die Besucher amüsierten sich köstlich, da auch hier das Motto voll getroffen wurde, als von „komischen Käuzen“ erzählt wurde. Nach dem Programm verbrachte man in lockerer Stimmung noch viele Stunden am Lagerfeuer und im stimmungsvoll beleuchteten Garten.

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