Musik hilft bei der Integration
Bild: Peveling
Seit September erhalten Flüchtlinge bei dem Projekt „Musikintegra“ Unterricht. Dafür ziehen die Flüchtlingshilfe Wadersloh, die Musikschule Beckum-Warendorf, die Gemeindeverwaltung und der Musikverein Diestedde an einem Strang. Das Bild zeigt Musikschullehrer Jürgen Heller mit seiner Schülerin Donya Tajik beim Klarinettenunterricht in Diestedde.
Bild: Peveling

 Seit dem Ende der Sommerferien erhalten in allen drei Ortsteilen zehn Flüchtlinge Musikunterricht. Ideengeber waren der Musikverein Diestedde unter dem Vorsitz von Norbert Göbel und die Wadersloher Flüchtlingshilfe, die von Werner Eckey koordiniert wird. Im Frühjahr sei man auf eine Ausschreibung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufmerksam geworden und habe ein Konzept eingereicht, erklärte Eckey im Gespräch mit der „Glocke“.

Die Förderung für Kommunen mit weniger als 35 000 Einwohnern verfolge das Ziel, die Integratoin von Flüchtlingen auf dem Land zu fördern und der Abwanderung in die Städte entgegenzuwirken.

Werner Eckey, selbst Mitglied im Musikverein Diestedde und langjähriger Vorsitzender, ist von „Musikintegra“ überzeugt, auch wenn von ursprünglich 16 Personen nur noch zehn an Bord sind. „Zu schwer, keine Zeit, Umzüge“, nennt Werner Eckey einige Begründungen. Er sei mittlerweile nicht mehr ganz so euphorisch wie zu Beginn der Maßnahme, sondern etwas realistischer. Nach Rücksprache mit dem Ministerium sei ihm aber versichert worden, dass Startschwierigkeiten ganz normal und die Zuschüsse nicht gefährdet seien.

Derzeit nehmen fünf Kinder und Jugendliche sowie fünf Erwachsene Musikunterricht. Sie lernen Saxophon (3), Querflöte (2), Klarinette (2) und Trompete (3) und werden dabei von professionellen Lehrern der Musikschule Beckum-Wadersloh unterrichtet. „Das ist Integration pur“, sagt Werner Eckey. Er sei nach wie vor von dem Integrationsgedanken in Kombination mit Musik überzeugt. Er hofft jetzt, dass das Projekt weiter läuft und ist sich sicher, dass die Förderung verlängert wird, wenn die zehn Schüler weiter am Ball bleiben.

Die potenziellen Teilnehmer sind über ihre Paten auf das Projekt aufmerksam gemacht worden und konnten an einem Probetermin alle zur Verfügung stehenden Instrument testen.

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