Bei Rettungsfahrten noch im Zeitlimit
Erschwert sind die Bedingungen für den Rettungsdienst infolge der Umleitungen wegen der Baustelle L547. Bisher aber waren den Teams immer vor Ablauf des Zeitlimits am Einsatzort.

Nicht glücklich über die Sperrung der Fahrtrichtung Warendorf-Freckenhorst ist Jens Peters, der Geschäftsführer des DRK, das für Warendorf und Umgebung den Rettungsdienst organisiert. Allerdings sind seine schlimmen Befürchtungen, die er bei Bekanntwerden der Baumaßnahme geäußert hatte,  bislang zum Glück nicht eingetreten.

Zeitvorgaben eingehalten

Zwar wird die Anfahrt bei Notfalleinsätzen durch Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und Rettungstransportwagen (RTW), die an der Rettungswache Am Holzbach stationiert sind, deutlich erschwert. Doch die Vorgabe, dass die Ersthelfer innerhalb von höchstens zwölf Minuten am Einsatzort sein sollen, habe bislang immer eingehalten werden können.

 Seit Montag, dem Beginn der Straßensperrung, bis gestern Mittag hatte das DRK mehr als zehn Rettungseinsätze Richtung Freckenhorst zu verzeichnen gehabt. „In keinem Fall ist die Zeitvorgabe überschritten worden“, bilanziert Peters, der diesen glücklichen Umstand darauf zurückführt, dass die Verkehrsdichte in der Ferienzeit tatsächlich deutlich geringer ist.

Sorge um Straßenzustand

Nicht nur Rettungsfahrzeuge und Busse müssen sich für die Zeit der Straßenbauarbeiten an der L 547 über die Waterstroate quälen, auch andere Fahrzeugführer – und nicht nur von Pkw – nutzen diese Verbindung. Anlieger wie Hermann Erlemeyer sind erschrocken über die Vielzahl der Fahrzeuge, die diese offiziell nicht ausgeschilderte Umleitung nutzen. „Wer mit dem Fahrrad hier unterwegs ist, muss um Leib und Leben fürchten“, sagt der Briefzusteller.

Wer haftet für Schäden?

Schon jetzt, erst recht nach den Regenfällen der vergangenen Tage, ist absehbar, dass die Belastung durch mehr und schwerere Fahrzeuge zu neuen Straßenschäden führen wird, zumal da die Bankette sowieso sehr labil sind. Nicht nur Erlemeyer fragt sich, wer für die Schäden aufkommt. Er gehörte wie zahlreiche andere Anlieger und Mitglieder der „Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf“ zu den freiwilligen Helfern, die vor einigen Jahren Hand anlegten, um in Eigenleistung die Straße auszubessern. „Das tut schon weh, wenn man sieht, wie die Straße nun wieder kaputtgefahren wird“, zuckt Erlemeyer mit den Schultern.

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  Maja und Willi, Münster 12.07.2012 22:28:05
Welch eine Alternative zur Waterstroate gibt es denn "offiziell"? Ich wäre die gerne gefahren am Montag nachmittag, so hätte ich mir doch ein Abrutschen in ein mehr als "normal grosses" Schlagloch ersparen können. Ich musste in letzter Sek. einer Raserin ausweichen.Sinn hätte es gemacht erstmal die W-stroate zu sanieren, gerade weil man doch ahnen konnte welch starken und zusätzlichen Belastungen sie ausgesetzt sein würde aufgrund der Bauarbeiten. Aber warum auch, zahlen und bluten müssen eh immer wieder doppelt die Autofahrer. Oder gibt es ein Budget bei der Stadt WAF für Schäden, die durch nicht erfolgte Mängelbeseitigung auf öffentlichen Straßen passiert sind.? Warendorf als Kreisstadt - wieder mal beschämend!
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