Betonbollwerk im Stadion gibt Rätsel auf
Bild: Wild
Aufgang, Abgang oder doch nur Pflanzbeet mit Geländer?– Das Bauwerk im Stadtstadion gab den Betrachtern am Wochenende Rätsel auf.
Bild: Wild

Wer am Wochenende zum Fußball (ob zum Spielen oder Gucken ist egal, denn auch die Spieler guckten ungläubig) im Allerheiligsten der Sportstadt war, dem fiel auf, dass sich über die Woche bei den Sanierungsarbeiten im Stadtstadion einiges getan hatte. Aber was das mit dem Aufgang zu der neuen Empore soll, das konnten sich viele Stadionbesucher nicht wirklich erklären.

 Auch für Michael Grothues, Sprecher der WSU-Fußballabteilung, erschließt sich der Sinn des Bauwerks nicht. Eine Rampe, um gegebenenfalls Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühle nach oben auf die neue Empore schieben zu können? Das würde ja noch Sinn machen. Aber erstens wäre die Rampe nicht nur viel zu steil, sie endet auch abrupt an einer hohen Betonkante, was alles andere als behindertengerecht wäre. Ober doch nur ein Pflanzbeet? Aber warum wird dieses dann mit einem Geländer mit Handlauf eingegrenzt? – Fragen über Fragen, die Sportplatz-Besucher ratlos zurück in ihren Alltag gehen ließen.

Am Montag machten sich Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs an die Arbeit, um das neue betongraue Bollwerk gärtnerisch zu gestalten. Was das Geländer dort soll, wenn es doch nur ein Pflanzbeet eingrenzt? Darüber wollten sich die Arbeiter vor Ort gegenüber der „Glocke“ lieber nicht äußern. Sie würden nun auf neue Order aus der Stadtverwaltung warten. Und dann werde man sehen, was zu tun sei.

Christoph Schmitz vom Bauamt der Stadtverwaltung weiß zwar nicht, warum die bauausführende Firma das Geländer dort montiert hat. Aber er hat Order gegeben, dass es wieder entfernt wird. Kosten? „Das sind ja nur ein paar Meter, das ist nicht viel.“ Ansonsten aber sei alles so geworden, wie es geplant gewesen sei. Eine Rampe wäre ohnehin nicht möglich gewesen. Um eine den Bauvorschriften entsprechende leichte Steigung zu realisieren, hätte der zur Verfügung stehende Platz nicht ausgereicht.

100000 Euro für Sanierung

Insgesamt soll die Sanierung der Tribüne mit 50 000 Euro machbar sein. Weitere 25 000 Euro kostet die Erneuerung der Anlaufbahn für eine der Weitsprunggruben mit einem Tartanbelag. Auch hier sind die Arbeiten im Gange.

Noch nichts getan hat sich in den Umkleidekabinen der Fußballer. Die Erneuerung der abgehängten Decken hätte in den Ferien beginnen sollen, die beauftragte Firma sei aber überraschend nicht erschienen, sagt Schmitz. Bänke und Garderoben sowie die Beleuchtung lägen beim Baubetriebshof bereit und könnten eingebaut werden, wenn die Decken fertig sind. Insgesamt werden dort 25 000 Euro investiert.

Bleibt zu hoffen, dass die Abdichtungsarbeiten im darüberliegenden Hallenbad durch die Stadtwerke erfolgreich waren.

SOCIAL BOOKMARKS