Die Kirche ist für den Menschen da
Bild: Poschmann
In einer Podiumsdiskussion gingen Professor Dr. Hans Hobelsberger, Professor em. Jürgen Werbick, Moderator Pfarrer Bernd Hante, Professor Dr. Rita Burrichter und Pater Manfred Kollig der Frage auf den Grund, wie Kirche morgen gelebt werden kann.
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In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion mit namhaften Theologen ist die Kirchengemeinde St. Laurentius am Donnerstagabend diesen Fragen nachgegangen. Auf dem Podium setzten sich Professor Dr. Rita Burrichter, Professor Dr. Hans Hobelsberger, Pater Manfred Kolling und Professor em. Dr. Jürgen Werbick mit diesen fundamentalen Fragen auseinander.

Rund 120 interessierte Zuhörer waren in die Marienkirche gekommen, die rein äußerlich durch die neuartige Bestuhlung den Veränderungsprozess innerhalb der Kirche bereits verbildlicht. Größte Kritik wurde an diesem Abend an der schlechten Akustik in der Marienkirche geübt. Nur schwer ließen sich die Ausführungen der Theologen verfolgen. Die Veranstaltung selbst wurde von den meisten Anwesenden allerdings begrüßt. „Das wurde längst Zeit, dass die Kirche so ein Angebot macht. Die rote Lampe hätte schon viel früher angehen müssen“, war da zum Beispiel am Rande zu hören. Diese Aussage lag ganz auf der Argumentationslinie von Professor em. Dr. Jürgen Werbick. „Kirche ist für den Menschen da und nicht umgekehrt“, sagte der Theologe. Die Kirche müsse eine dienende Kirche werden. „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts.“

Einen sehr starken Wandlungsprozess habe die Kirche vor allem durch die Individualisierung und Pluralisierung der Gesellschaft erlebt, machte die Religionspädagogin Professor Dr. Rita Burrichter deutlich. Letztlich habe das zu einem Totalausfall der familiären Gebetspraxis geführt. In der aktuellen Popmusik will sie jedoch verschärft christliche Themen entdeckt haben: „Wie kann es sein, dass die Gruppe ‚Silbermond‘ und die Sängerin Katy Perry soviel Pfingstliches heraushauen?“

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