Frühe Hilfen und Schutz für Kinder
Hatten zum Netzwerktreffen "Frühe Hilfen und Schutz" in die Franziskusschule nach Warendorf eingeladen: v.l. Wolfgang Rüting, Udo Gohl, Karin Sannwaldt-Hanke, Dr. Martin Thormann, Daniel Bögge, Ansgar Westmark, Anne Wiechers.

Präventive Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien, möglichst früh platziert – um diesem Anspruch an die Jugendhilfe gerecht zu werden, ist die Zusammenarbeit vieler Beteiligter unerlässlich. Und so bietet das Netzwerktreffen Jahr für Jahr nicht nur Fachvorträge und Informationen, sondern auch ausreichend Zeit und Gelegenheit für informelle Gespräche untereinander.

Zu den 140 Fachkräften aus dem Kreis Warendorf, die am Mittwoch der Einladung zum Netzwerktreffen gefolgt waren, gehören Mitarbeiter aus Kindergärten und Schulen ebenso wie Kinderärzte, Mitarbeiter von Beratungsstellen, des Gesundheitswesens, der öffentlichen Verwaltung und des Jugendamtes – systemübergreifende Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schule und Gesundheitswesen soll so erleichtert werden.

Ein Beispiel dafür ist der Übergang zwischen Kindertageseinrichtung und Schule. „In den zehn Städten im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamts haben 180 Kinder einen besonderen Bedarf an Unterstützung und Förderung, um den Schritt in die Schule gut schaffen zu können“, erläuterte Wolfgang Rüting. Für diese Kinder gebe es individuell ausgearbeitete Maßnahmen, die beispielsweise Sozialtraining, Lernhilfen oder Ergotherapie umfassen könnten, so der Leiter des Kreisjugendamts. Es gehe darum, die Teilhabechancen für die Kinder zu erhöhen. Das übrigens mit großer Unterstützung der Eltern, die auf diese Angebote viel Wert legten.

In sechs Fachforen standen beim Netzwerktreffen aktuelle Themen im Mittelpunkt. Die Schwerpunkte der Foren lauteten „Normal oder krank?“, „In Kontakt gehen und bleiben – Familien stärken und Unterstützungsnetzwerke bilden“, „Der große Preis – Gespräche mit Eltern in schwierigen Lebenslagen führen“, „Das Kind als Symptomträger – ein systemischer Blick auf die Familie“, „Grenzenlose Möglichkeiten!? Zwischen Kooperation und Verantwortungsgemeinschaft“ sowie „Lernen unter Druck“. Diese Themenauswahl stieß auf ebenso gute Resonanz wie das Netzwerktreffen allgemein: „Es ist so gut besucht wie noch nie“, freuten sich die Organisatoren von Stadt Warendorf und Kreisverwaltung.

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