Giftköder: Hundebesitzerin ist geschockt
Hundehalter sollten zurzeit wachsam sein. Auf einer Wiese an der Wallpromenade wurde ein mit einem Stück Draht präpartierter Fleischwürfel gefunden.

Dort findet der zehnjährige Hund ein vermeintliches Fleischstück auf der Wiese und will es fressen. Zu seinem Glück fällt der Warendorferin und ihrem Freund sofort auf, dass der Happen irgendwie komisch aussieht – sehr rosa, etwas blitzt darin. „Pfui“ “, rufen beide erschrocken, und der Hund lässt sich das Stück bereitwillig aus dem Maul nehmen. Bei näherer Betrachtung wird deutlich: Der drei mal drei Zentimeter große Fleischwürfel enthält einen Draht, fein säuberlich in dem Stück versteckt.

 „Wir dachten, wir sehen nicht richtig“, erzählt die Frau und vermutet: „Das war ein Giftköder. Auf jeden Fall muss ein Lockstoff darin gewesen sein“. Schnell ist sie sich daher mit ihrem Partner einig, den Würfel zur Polizeistation schräg gegenüber zu bringen. „Der Polizist dort war auch richtig erschrocken“, sagt die Hundebesitzerin. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Kripo hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen, wie die Warendorfer Polizeibehörde auf Nachfrage „der Glocke“ mitteilte.

Der konfiszierte präparierte Fleischhappen soll schnellstmöglich in Münster, beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe, untersucht werden, um die genaue Zusammensetzung des Fleischs zu erfahren und herauszufinden, ob der Würfel nicht nur mit einem Draht, sondern auch mit Gift durchsetzt ist. Die hübsche Brandlbracke hat den Vorfall übrigens gut überstanden.

„Sie hat vermutlich gemerkt, dass mit dem Stück irgendetwas nicht stimmt und vielleicht den Draht gespürt“, meint die Besitzerin, die bereits damit begonnen hat, andere Hundehalter vor dem Köder zu warnen. „Man weiß ja nicht, ob noch mehrere solcher Fleischstücke ausliegen“, sagt sie und berichtet, dass im Kreis Steinfurt jüngst auch Giftköder ausgelegt worden seien. Mit tragischem Ende. Mindestens zwei Hunde starben, nachdem sie die Köder gefressen hatten. Mehrere wurden verletzt.

In Warendorf, so teilte ein Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramts mit, gab es im vergangenen Jahr einen Gift-Köder-Fall.

SOCIAL BOOKMARKS