„Die aktuellsten Berechnungen haben ergeben, dass sich ein solches Wasserkraftwerk nicht wirtschaftlich betreiben lässt“, stellte Ralf Bücker während der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses fest. Der Leiter des Abwasserbetriebs Warendorf macht aber ebenso deutlich, dass dies nicht das Aus für das Vorhaben sein müsse. „Wir werden die vorliegenden Zahlen noch weiter konkretisieren und sind zuversichtlich, die Wirtschaftlichkeit für ein Kraftwerk zu erreichen“, erklärte Bücker.
In der jetzt vorliegenden Berechnung seien die Wassermengen berücksichtigt worden, die für den Emssee abgezweigt werden müssten und nicht für die Energiegewinnung an der Staustufe zur Verfügung stünden.
Bei Realisierung des Wasserkraftwerks am Jugendzentrum würde auch eine so genannte Fischaufstiegstreppe mitgebaut. Die Kosten dafür seien in die Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Kraftwerk mit einkalkuliert worden. Ohne Fischtreppe würde eine Wirtschaftlichkeit bereits jetzt erreicht, so Bücker. Auf die Frage der Ausschussmitglieder, ob die Stadt nicht ohnehin zum Bau der Fischtreppe verpflichtet werden könnte, liefert Baudirektor und Betriebsleiter Oliver Knaup die Antwort: Die Bezirksregierung in Münster könne eine Anordnung zur Herstellung der Durchgängigkeit für Fische im Bereich der Ems erlassen. Kraftwerk hin oder her – die Treppe für die Fische muss eines Tages sowieso gebaut werden.
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Seit 2004 laufen Planungen, am Emskolk Elektrizität aus Wasserkraft zu gewinnen. Wunsch ist es, mit der produzierten Energie den Strombedarf in der heimischen Kläranlage zu decken. Die Investitionskosten werden auf rund 2,7 Millionen Euro geschätzt. Für dieses Jahr stehen 150 000 Euro für die weitere Projektplanung bereit. Kritische Stimmen bezweifeln jedoch, dass die Ems dauerhaft genügend Wasser führen wird, um das Kraftwerk wirtschaftlich betreiben zu können.

