Marktumbau: Archäologen finden Skelette
Bild: Reckeweg
Freilegen, fotografieren, zeichnen, ausnehmen – das ist die übliche Reihenfolge, wenn etwas gefunden wird, wie hier ein altes Grab.
Bild: Reckeweg

Knochen zu finden sei an der Stelle zwar nicht überraschend, da der Kirchhof und damit ein früherer Friedhof direkt an die Fundstelle angrenzen. Doch die Archäologen haben nicht damit gerechnet, dass sie so dicht an der Oberfläche schon auf Skelette stoßen. „Die Knochenfunde fangen ungefähr einen halben Meter unter dem Boden an“, sagt Golüke. Dadurch sei ein Schädel durch eine Baggerschaufel beschädigt worden. „Wir haben bisher zwei Gräber dort gefunden, wo sie hingehören. Der Rest wurde durch Leitungsverlegungen aus früheren Zeiten durcheinandergeworfen“, so der Archäologe.

Wie alt die Knochen seien, könne er im Moment nicht sagen. „Wir haben in den Gräbern keine Beigaben gefunden, daher werden sie nicht so alt sein, eine genauere Bestimmung ist aber ohne Beigaben schwierig.“ Ob die Gebeine weiter untersucht würden, bestimme der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der die archäologische Fachfirma mit den Arbeiten beauftragt hat. Ob und wie die gefundenen Knochen neu bestattet würden, obliege meistens der Entscheidung des Pfarrers. Das müsse aber noch geklärt werden, sagt Golüke.

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