Und mit dieser Zahl lag er richtig. Das hat eine weitere offizielle Verkehrszählung ergeben, die im November durchgeführt wurde. Die Ergebnisse stellte Markus Gantefort, Sachgebietsleiter Bauordnung, Stadtplanung und Denkmalpflege bei der Stadt Warendorf, in kurzer Form in der Sitzung des Bezirksausschusses am Dienstag vor. Genauere Inhalte und Berechnungen wolle die Verwaltung dann im Zusammenhang mit dem Thema Fahrradstraße beraten lassen.
1700 Fahrzeuge seien auf dem Abschnitt zwischen Westernfelder Straße und Gänsestraße an einem Tag gezählt worden, berichtete Gantefort. Damit sei die private Zählung bestätigt und die Schätzung des Verkehrsentwicklungsplans korrigiert worden. Allerdings sei die fast doppelt so hohe Zahl der Autos, die die Straße belasten, nach Auffassung des Gutachters kein Grund, etwas an der Verkehrsführung zu ändern, so Gantefort. Angesichts ihres Ausbaustandards müsste sie theoretisch bis zu 4000 Fahrzeuge am Tag verkraften können, so dass auch die Anbindung des geplanten Wohngebiets mit etwa 100 Fahrzeugbewegungen pro Tag problemlos möglich sei.
Das sah Peter Marberg (SPD) ganz anders. Abgesehen davon, dass eine so große Abweichung bei den beiden Zählungen schon „sehr dubios“ sei und auch an den anderen Zahlen des Verkehrsentwicklungsplans zweifeln lasse, zweifele er auch stark am Sachverstand des Gutachters, erklärte er. Mit den 1700 Autos pro Tag sei die Industriestraße mehr als gut ausgelastet. Eine höhere Kapazität sehe er nicht. Marberg regte an, die verkehrliche Situation in dem gesamten Wohnquartier im Bezirksausschuss noch einmal unter die Lupe zu nehmen und zu beraten. Das sei ohnehin für die Zeit geplant gewesen, nachdem sich die so genannte „Neue Mitte“ in Freckenhorst etabliert habe.
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