Mit Rädern oder zu Fuß zur Schule
Bild: Baumjohann
Busse und Autos, Radfahrer und Fußgänger: Die Verkehrssituation am Gesamtschul-Standort Kapellenstraße bereitet nicht nur den Mitgliedern der Schulpflegschaft Sorgen.
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531 Schüler besuchen den Standort Nord der Gesamtschule, sie kommen mit Bussen, Rädern oder zu Fuß. Und eine nicht geringe Zahl der Schüler wird von Eltern mit Autos gebracht. Das führt oftmals zu Problemen – gerade dann, wenn die Eltern mit ihren Fahrzeugen direkt vor der Schule anhalten, um die Kinder aussteigen zu lassen. Dann könne es zu gefährlichen Verkehrssituationen kommen, weiß Schulpflegschaftsvorsitzender Sigurd Peitz.

Kinder sollen zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen

Zusammen mit weiteren in der Schulpflegschaft engagierten Eltern bat er am Montagmorgen die Autofahrer noch einmal darum, nicht direkt vor der Schule oder gar im Haltebereich der Busse zu stoppen.

Grundsätzlich wünsche man sich, dass möglichst viele Kinder ihren Schulweg mit dem Fahrrad oder zu Fuß anträten, sind sich die Schulpflegschaft und die Polizei einig. Und wenn es unbedingt das Auto sein müsse, trage alles, was nicht direkt vor der Schule geschehe, zur Entspannung der Situation bei, macht Theo Pier (Verkehrsunfallprävention) deutlich.

„Wir wollen sensibilisieren.“

Viele Gespräche mussten Sigurd Peitz und die übrigen Mitglieder der Schulpflegschaft an diesem Morgen nicht führen. „Man hat aber gemerkt, dass einige angehalten hätten, wenn wir hier nicht gestanden hätten“, ist der Schulpflegschaftsvorsitzende überzeugt.

Keine Frage: Die Eltern, mit Warnwesten bekleidet, waren weithin sichtbar. Trotzdem habe sich die Aktion, die bereits im vierten Jahr in Folge durchgeführt wurde, gelohnt, ist Peitz sicher: „Wir wollen sensibilisieren.“ Darüber freut sich auch Endrik Kremkus. Der Stellvertretende Schulleiter dankte den Eltern für ihren Einsatz. Häufig sei es von den Eltern nicht böse gemeint, wenn sie an gefährlichen Stellen hielten, ist er überzeugt. „Deshalb ist die Sensibilisierung wichtig. Die Aktion wirkt nach.“

Auf die Gefahren im Schulverkehr wurden gestern übrigens nicht nur die Eltern hingewiesen. Für die Fünftklässler stand die „Busschule“ auf dem Unterrichtsprogramm, in der sie vieles über das Verhalten im Bus, aber auch über den „toten Winkel“ erfuhren.

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