Neue Orgel zieht in Stiftskirche ein
Bild: Kleigrewe
Das Interesse bei den Freckenhorstern ist groß: Hier erläutert Dr. Gunter Tönne (r.) Hermann Flothkötter und Büchereileiterin Sabine Termeer (v. l.) Details des Orgelaufbaus.
Bild: Kleigrewe

Nicht ganz drei Jahre nach der Gründung des Orgelbauvereins rückt damit das erste große Ziel in greifbare Nähe: eine Orgel, mit der die Stiftskirche wieder klasse klingt. „Das ist kein Instrument von der Stange, sondern ein Unikat, das individuell angepasst in Handarbeit entstanden ist“, erklärt Dr. Gunter Tönne, als die Mitarbeiter der Firma Seifert anfangen, den Korpus und den Unterbau der Orgel Stück für Stück in die Kirche zu tragen.

Dort ist Orgelbauer Tobias Pfaff schon dabei, mit speziellen Geräten den genauen Standort auszumessen. „Die Orgel wird etwas von der Wand abgerückt. So kann die Luft besser zirkulieren und der Klang wird noch stärker und kann besser in den gesamten Kirchenraum ausstrahlen“, erläutert Dr. Tönne. Schon zuvor ist im nördlichen Querschiff der Boden verstärkt und zum Teil mit neuen Fliesen versehen worden. Die Wand, vor der die Orgel stehen wird, hat einen neuen Spezialanstrich bekommen, der die Feuchtigkeit weitgehend abhalten soll, denn die hatte dem alten Instrument mächtig zugesetzt.

„Ganz trocken wird es in solch einem Kirchengebäude nie werden“, gibt sich Dr. Tönne realistisch, aber die Kirchengemeinde tue einiges, um das Raumklima – bei Messungen wurde eine Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent festgestellt – zu verbessern. So wurde bereits die Heizung optimiert, und derzeit steht die Ausbesserung und Erneuerung der Fenster an, von denen sechs ein automatisches Öffnungssystem bekommen, das eine temperatur- und feuchtigkeitsangepasste Lüftung garantiert.

„Das Zusammenspiel zwischen der Kirchengemeinde, den Handwerkern und unserem Verein läuft hervorragend“, lobt Orgelbauvereins-Vorsitzender Hermann Flothkötter. „Deshalb sind wir auch im Zeit- und Kostenrahmen geblieben.“ Und dieser Zeitrahmen sieht vor, dass nun zwei bis drei Wochen lang die neue Orgel aufgebaut wird. Danach muss jede einzelne Pfeife, von denen etwa die Hälfte aus dem alten Instrument stammt, gestimmt werden. „Das wird einige Wochen dauern“, sagt Dr. Tönne. „Aber bis zur Einweihung am 2. Dezember wird alles fertig sein.“

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