Geschwindigkeitsmessungen in den vergangenen Tagen hätten die Erfahrungen eines Anwohners bestätigt, der sich an die Polizei gewandt hatte. Besonders krass war das Ergebnis einer Kontrolle von Mittwoch, als ein Autofahrer in einem Bereich, in dem Tempo 100 gilt, mit 152 Stundenkilometern geblitzt wurde. Und als wäre das nicht schon genug, mussten die Polizisten auch noch feststellen, dass er „deutlich unter Alkoholeinfluss“ stand.
„Wir haben Angst, von unseren Zufahrten auf die Straße zu fahren oder von der B 475 abzubiegen“, teilte der Anwohner aus der Bauerschaft Vohren den Verantwortlichen der Polizei mit. Ein tödlicher Verkehrsunfall und ein weiterer sehr schwerer Unfall aus der vorigen Woche waren für die Beamten des Verkehrsdienstes Warendorf zudem Anlass genug, wieder Kontrollen auf der B 475 durchzuführen. „Wir kennen das Problem“, sagte Polizeihauptkommissar Ludwig Austermann, Leiter des Verkehrsdienstes, „deshalb sind wir häufiger auf der Strecke“. Die Beamten haben schon in der Vergangenheit immer wieder auf der Strecke zwischen Warendorf und Westkirchen gemessen und werden darin auch nicht nachlassen, so Austermann.
|
|
Bei der gezielten Messaktion waren 17 Autofahrer zu schnell unterwegs, die höchste gefahrene Geschwindigkeit lag bei 162 Stundenkilometer. Gegen 19.30 Uhr stoppten die Beamten den 54-jährigen alkoholisierten Raser aus Warendorf. Nach dem vorläufigen Atemalkoholtest hatte er mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut. Nach dem Gesetz gilt er damit als nicht mehr fahrtüchtig. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

