Spargel-Ernte hat bereits begonnen
Bild: Schröder
Auf 25 Hektar ernten die Mitarbeiter von Heribert Ahlbrand zurzeit drei Tonnen Spargel täglich. Dass das königliche Gemüse bereits reif ist, liegt an der Witterung der vergangenen Wochen.
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Dabei machte die Witterung Anfang März eigentlich eher wenig Hoffnung auf eine frühe Ernte, berichtet Heribert Ahlbrand vom Früchtehof Ahlbrand. „Da haben wir jetzt auch noch nicht mit gerechnet. Aber schon zwei Wochen Sonne erhitzen die Erde so stark, dass der Spargel fertig ist“, sagt er. Wann das Gemüse geerntet werden kann, hänge so gut wie ausschließlich mit der Wärmeeinstrahlung zusammen.

Allerdings kommt bei Ahlbrand noch ein zweiter Faktor hinzu: Seine Felder sind mit einer doppelten Lage Folie bedeckt. Dadurch entstehe eine Art Treibhauseffekt. Während die untere schwarz-weiße Folie das Licht aufhält, ist die obere Folie durchsichtig und hat einen Thermo-Effekt. Ahlbrand: „Es entsteht quasi ein Luftpolster zwischen beiden Folien und dadurch zusätzlich Wärme.“ Deswegen können noch längst nicht alle Bauern mit der Ernte beginnen. „Auch wir haben nur 25 Prozent unserer Fläche mit der doppelten Folie bedeckt. Mehr lohnt nicht, weil es sehr arbeitsintensiv ist“, erklärt Ahlbrand.

In Nordrhein-Westfalen gebe es einige, die ebenso arbeiteten wie er. In der Gegend hier allerdings nur wenige. Spargel, der nur unter der schwarzen Folie reift, werde um den 10. April erntefertig sein. Dass das Gemüse schon so früh aus der Erde geholt werden kann, stellt den Früchtehofbesitzer übrigens auch vor ein kleines Problem: Zu Ostern ist es schwierig, genügend Erntehelfer zu finden. „Hier auf dem Feld arbeiten jetzt auch viele, die sonst andere Dinge bei uns machen. Wir helfen uns, und es ist zu schaffen. Nächste Woche kommen dann mehr der eigentlichen Helfer.“

Auf 25 Hektar ernten die Arbeiter des Ahlbrand-Hofs zurzeit drei Tonnen Spargel täglich. Auch, dass die Temperaturen zuletzt wieder nachgelassen haben, macht da nicht viel aus. Der Spargel wachse dann einfach nur etwas langsamer. Das freut nicht nur Heribert Ahlbrand, sondern auch seine Kunden: „Die Leute schreien nach Spargel. Und zwar nach frischem deutschen.“

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