Susan Weinert folgt ihrem Bauchgefühl
Bild: Poschmann
In der Reihe „Jazz live“ gastierte das SW Trio W.O.W. mit Susan und Martin Weinert sowie  Andrzej Olejniczak (v.l.) im Dachtheater am Wall. Bild:
Bild: Poschmann

 „Wenn ich kaum noch nach vorne komme, ist das ein gutes Zeichen“, sagte Organisator Armin Düpmeier und freute sich über ein volles Haus. Und das hatte einen guten Grund. Denn Susan (Gitarre) und Martin Weinert (Bass) sowie Andrzej Olejniczak (Tenor- und Sopransaxophon) hatten den Jazzfreunden einiges zu bieten. Vor allem waren es die Stücke aus ihrem neuen Album „Fjord“, die begeisterten. Aber auch länger zurückliegende Kompositionen von Susan Weinert, Bandleaderin und zudem exzellente Gitarristin, kamen bestens beim Publikum an.

Kaum konnte man sich den doch sehr eigenwilligen Kompositionen entziehen – Susan Weinert lässt sich eben nicht in eine Schublade pressen – sie hat sich nicht verbiegen lassen und folgt musikalisch ihrem Bauchgefühl. Und das ist auch gut so, wie sich ganz schnell herausstellte. Kompositionen wie „Chinatown“, Lieblingsstück des Saxophonisten, oder die Instrumentalversion von „Where All Things Start“ überzeugten auf der ganzen Linie. Fjord ist das mittlerweile zwölfte Album der Formation und kommt ganz spontan und ganz anders als der Mainstream daher. Anleihe nahmen die Musiker dabei nicht nur bei Jazzstandards, es durfte auch durchaus mal die bildende Kunst einfließen. Das Werk „Sommertag“ war zum Beispiel eine Reminiszenz an den Künstler Edvard Munch.

SOCIAL BOOKMARKS