Wehrführer Recker übergibt das Kommando
Bild Baumjohann
Das Ende einer Ära ist zugleich ein Neuanfang: (v. l.) Hildegard und Josef Recker, Bürgermeister Jochen Walter sowie Sabine, Christof, Nadine und Julia Amsbeck im Rathaus.
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Zuvor aber hatte der Bürgermeister Reckers Engagement gewürdigt: „Sie haben sich hohe Verdienste erworben. Unsere Feuzerwehr ist in Geschlossenheit, mit hoher Funktionalität organisiert. Es ist ihre große Leistung, dass wir über einen schlagkräftigen Stadtverband verfügen.“ Das nämlich, so Walter, sei keineswegs selbstverständlich: Die Gebietsreform von 1975 sei eine Herausforderung für die Organisation des Brandschutzes in der Stadt gewesen, habe es doch gegolten, die sieben Löschzüge mit ihren je eigenen Traditionen unter ein gemeinsames Dach zu bringen. Als stellvertretender Zugführer hatte Recker den Prozess mitgestaltet.

Weitere Schlaglichter waren die Abschaffung der hauptamtlichen Wache 1992, der Großeinsatz beim Bahnhofsbrand 1995, der Bereitschaftsdienst aller Löschzüge zum Millenniums-Jahreswechsel, viele weitere Einsätze sowie die Arbeit am erstmals 2002 vom Rat verabschiedeten Brandschutzbedarfsplan. „Sie haben immer für eine gute Ausstattung, für Schutz und Fürsorge für die Kameraden, für die motivation aller Beteiligten im Ehrenamt gekämpft und erkannt, dass die Seele dieser Feuerwehr in Kameradschaft und Zusammenhalt liegt“, dankte der Bürgermeister. „Sie hinterlassen ein gut bestelltes Feld.“

„Niemand kann eine Symphonie allein spielen“ und „Der Weg zum Erfolg ist am schönsten, wenn man ihn zusammen geht“: Mit diesem zwei Leitsätzen dankte Josef Recker allen, die ihm in seiner Dienstzeit zur Seite gestanden hatten. Neben seiner Frau Hildegard dankte er besonders den Kameraden, die ehrenamtlich ihren Dienst in den Löschzügen tun: „Kapital kann man beschaffen, Maschinen kann man bauen, aber Menschen muss man gewinnen.“

Nachfolger von Josef Recker als Leiter der Feuerwehr Warendorf wird sein bisheriger Stellvertreter Christof Amsbeck. „Sie sind einen guten Weg gegangen in unserer freiwilligen Feuerwehr“, blickte Bürgermeister Jochen Walter bei der Übergabe der Ernennungsurkunde auf Amsbecks schon über 27-jährige Dienstzeit in der Wehr zurück. „Sie haben Rückenwind und Vertrauen, Unterstützung in Verwaltung und Politik.“ Walter erinnerte aber auch daran, das große Herausforderungen wie die Sicherung der Tagesverfügbarkeit und die Standortsuche im Warendorfer Norden anstünden.

„Die Zukunft gestalten mit Flexibilität und unternehmerischem Weitblick“ – so sieht Christof Amsbeck die Aufgabe bei der Freiwilligen Feuerwehr in Warendorf, die nun auf ihn warte. Für ihn gelte es, die hervorragende Arbeit von Josef Recker fortzuführen. Dass er dabei auf die Unterstützung seiner Familie zählen könne, freue ihn besonders: „Danke, dass ihr das mittragt und ertragt“, dankte er seiner Frau Sabine und den Töchtern Julia und Nadine.

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