Zufall entscheidet über Jury für Fonds
Kunst im öffentlichen Raum wie hier am Heumarkt-Brunnen gehört zu den möglichen Projekten, die mit den Mitteln aus dem Altstadtfonds gefördert werden können.

Über vier Jahre gibt das Land jeweils 10 000 Euro für Maßnahmen, die das bürgerschaftliche Engagement in der Altstadt stärken sollen. Projekte beispielsweise zur Begrünung von Flächen, zu Spielstationen für Kinder, Kunst im öffentlichen Raum, Nachbarschaftsfesten oder kulturellen Aktionen können gefördert werden. Die Stadt überprüft einen Antrag darauf, ob er die formellen Kriterien erfüllt. Anschließend entscheidet die Jury, für welche beantragten Projekte das Geld ausgegeben werden soll. Außer den sieben zufällig ausgewählten Bewohnern der Altstadt, die einen Querschnitt der Bevölkerung repräsentieren – wobei niemand zwangsverpflichtet wird –, sollen der Jury sechs Personen angehören, die bereits eine aktive Rolle in der Altstadt wahrnehmen. „Diese Zusammensetzung der Jury stützt sich auf Erfahrungen unserer Quartiersmanager“, erklärte Stadtplanerin Doris Krause am Donnerstagabend im Planungsausschuss, wo sie den Fonds vorstellte. „Durch diese Struktur wollen wir auch versuchen, Leute zu aktivieren, die sich bislang noch nicht angesprochen gefühlt haben“, ergänzte Baudirektor Peter Pesch. Die Geschäftsführung der Jury sollen die Quartiersmanager übernehmen.

Außer dem Altstadt-Fonds wird auch ein sogenannter City-Verfügungsfonds gefördert. Auch er wird mit 40 000 Euro über vier Jahre ausgestattet. Bei diesem Fonds müssen die Antragsteller allerdings die Hälfte des benötigten Geld selbst aufbringen. Die Gelder sind für Akteure wie Werbegemeinschaften, Kaufmannschaft oder Warendorf plus gedacht. Das Ziel ist die Stärkung des zentralen Versorgungsbereichs. Die öffentlichen Mittel können nur für investive und investitionsvorbereitende Maßnahmen eingesetzt werden – etwa Gestaltung von Stromkästen, Umsetzung von Lichtkonzepten, Aufbau von Informationsterminals sowie Analysen, die für solche Projekte notwendig sind. Die Jury soll bei diesem Fonds der Altstadtbeirat übernehmen. Die Politiker sprachen sich im Planungsausschuss einstimmig für die Einsetzung dieser Fonds gemäß dem städtischen Konzept aus.

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