Vata wirft Libera und Cesarek aus dem Kader
Torwart Radoslaw Libera (M.) gehört ab sofort, wie auch sein polnischer Landsmann Jakub Cesarek, nicht mehr zu Kader des FC Gütersloh. 

Doch mittlerweile muss sich Trainer Fatmir Vata nicht nur die Frage nach der Qualität, sondern auch der Quantität stellen. Der eh schon kleine Kader ist in den vergangenen Tagen weiter zusammengeschrumpft.

Zum einen zog sich Saban Kaptan gegen Dortmund einen Rippenbruch zu und fällt somit länger aus, zum anderen stellte Fatmir Vata jetzt Torwart Radoslaw Libera und Mittelfeldspieler Jakub Cesarek frei.

 Libera, der den FC Gütersloh bereits im April dieses Jahres wegen ausbleibender Gehaltszahlungen verlassen hatte und nach der finanziellen Rettung des Vereins im Sommer zurückgekehrt war, wollte jetzt kurzfristig und ohne vorherige Rücksprache mit Vata Urlaub in seiner polnischen Heimat machen und hätte somit die Partie beim TuS Ennepetal am Sonntag verpasst.

 Seinen Wunsch äußerte er nach dem Dortmund-Spiel gegenüber Co-Trainer Marc Hunt. „Hätte Radek mindestens einen Tag vor dem Spiel gegen Dortmund etwas gesagt, hätte ich darüber nachdenken können“, sagte Vata, der seinem Torwart zwar klar zu machen versuchte, weshalb der Urlaub nicht genehmigt werden könne: „Es geht doch um den Verein“. Doch darauf ließ sich Libera nicht ein. „Wir können uns doch nicht von den Spielern auf der Nase herumtanzen lassen“, begründete Fatmir Vata den unverzüglichen Rauswurf des 22-jährigen Torwarts.

 Gleiches gilt für Jakub Cesarek, der unzufrieden ist mit seiner Reservistenrolle und deshalb um die Freigabe aus seinem Vertrag zur Winterpause gebeten hatte. „Bei fast jedem anderen Spieler hätte ich es nachvollziehen können, aber nicht bei Jakub“, ärgert sich Vata über die Selbstüberschätzung des 24-jährigen Landsmanns von Libera, mit dem er sich auch eine Wohnung teilt. Cesarek hatte kein Spiel über 90 Minuten bestritten, war sieben Mal eingewechselt worden.

 „In diesem Zeiten müssen wir zusammenhalten“, will Vata mit dem Rauswurf von Radoslaw Libera und Jakub Cesarek unbedingt vermeiden, dass noch mehr Unruhe ins Team kommt, auch „wenn wir momentan jeden Spieler gebrauchen können“.

SOCIAL BOOKMARKS