Abwehrbollwerk fordert Tormaschine
Bild: Dünhölter
„Mutig und offensiv“ will Verls Trainer Guerino Capretti am Freitagabend sein Team gegen Rödinghausen sehen.
Bild: Dünhölter

Zweites OWL-Derby in acht Tagen für den SC Verl: Nach dem 0:0 am vergangenen Freitag beim Tabellenvierten SC Wiedenbrück empfängt die Mannschaft von Guerino Capretti am Freitagabend ab 19 Uhr in der Sportclub Arena den Rangdritten SV Rödinghausen. Abwehrbollwerk trifft auch Tormaschine - so lautet die Devise. Nicht nur, dass Verl neben Spitzenreiter KFC Uerdingen als einziges Team daheim noch ungeschlagen ist, mit erst 16 Gegentreffern weisen die Schwarz-Weißen neben Uerdingen zudem die zweitbeste Defensivbilanz der vierten Liga auf. Und mit dem von Alfred Nijhuis trainierten Team vom Wiehengebirge stellt sich eine extrem angriffslustige Mannschaft an der Poststraße vor. Bereits 40 Treffer hat Rödinghausen erzielt, nur noch übertroffen von Viktoria Köln mit einem Tor mehr, allerdings auch einem Spiel mehr auf dem Konto.

„Mutig und offensiv“

Besonders gefährlich, weil schwer ausrechenbar, macht die Gäste ihre Torverteilung. Mit Marius Bülter (10 Tore), dem Ex-Verler Simon Engelmann (9), Tobias Steffen (8) und Konstantin Möllering (6) haben gleich vier Akteure mehr Treffer erzielt, als Verls beste Torschützen Viktor Maier und Cihan Özkara, die es jeweils auf vier Tore bringen. Diese Ausgangslage verspricht jedenfalls ein unterhaltsames Kräftemessen, zumal das Capretti-Team ungeachtet seiner wieder erlangten Stärken im Defensivbereich nicht dafür bekannt ist, sich rund um den eigenen Strafraum einzuigeln. Verls Trainer bevorzugt einen offensiven Spielstil und will deshalb auch gegen Rödinghausen „mutig und offensiv“ auftreten und die Serie fortsetzen.

SCW: Lust auf das Unmögliche

In Ehrfurcht erstarren? Sich schon vor dem Anstoß beugen? Nein, das ist nicht das Ding von Björn Mehnert. Bei allem Respekt vor dem besonders in der Defensive fast schon übermächtig wirkenden Tabellenführer, der Trainer des SC Wiedenbrück will auch am Freitagabend (19.30 Uhr) im Regionalliga-Gastspiel beim KFC Uerdingen etwas mitnehmen. Von 16 Partien hat der neureiche Aufsteiger, der mit aller Macht den direkten Durchmarsch in die Dritte Liga anstrebt, bloß einmal verloren. Demgegenüber stehen neun Siege und sechs Unentschieden sowie eine Tordifferenz von 17:8, die einerseits für eine enorme Effizienz und andererseits für eine Stabilität spricht, die ihresgleichen sucht.

„Kein Zufall oder Glück“

„Das ist auch kein Zufall oder Glück“, sagt Mehnert, „wer zu diesem Zeitpunkt der Saison mit so einem Torverhältnis Tabellenführer ist und neunmal in Folge zu Null gespielt hat, der leistet einfach gute Arbeit.“ Wenn der SCW-Trainer über den kommenden Gegner spricht, klingt tatsächlich jede Menge Hochachtung mit. Vor dem Gastspiel im Grotenburg-Stadion hebt Björn Mehnert aber eben auch ganz bewusst die eigenen Stärken hervor. „Wir spielen auch eine gute Serie und haben großes Selbstvertrauen“, sagt er. Der Blick auf die Tabelle gibt ihm Recht: Vor diesem letzten Spieltag der Hinrunde ist der SCW nicht allzu weit vom KFC Uerdingen entfernt. 25 Punkte und Platz 4 sind eine mehr als respektable Bilanz, die durchaus dafür spricht, dass Wiedenbrück nicht komplett chancenlos in die Partie beim Primus geht. Allen Unterschieden zum Trotz.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Verl und SC Wiedenbrück am 17. Spieltag der Fußball-Regionalliga lesen Sie am Freitag, 10. November, in der „Glocke“.

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