Auerswald ist mehr als einer von 800
Bild: Brandt
Steffen Auerswald (vorne) und seine schubkräftige Mannschaft.
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Sie sind mit knapp 800 aber auf einem stabilen Niveau. Es lag an der Teilnahme von Steffen Auerswald. Der ehemalige Topathlet, bei dem zu Jahresbeginn die unheilbare Krankheit ALS diagnostiziert worden war, absolvierte im Rollstuhl die Zehn-Kilometer-Strecke. Kräftig angeschoben von seinen tatkräftigen Helfern, erreichte er das Ziel in unter einer Stunde und legte somit eine gelungene Generalprobe hin. Denn am kommenden Sonntag , 10. September, möchte der einstige Langstreckenspezialist sich seinen großen Wunsch erfüllen und auf dieselbe Weise den Münster-Marathon absolvieren.

Die perfekten äußeren Bedingungen – es blieb trocken bei angenehmen 17 bis 19 Grad – wusste auch Jann-Paul Jakisch zu nutzen. Der WSU-Triathlet schaffte mit 38,33 Minuten über zehn Kilometer den Sprung aufs Treppchen, musste lediglich Johannes Härtel (Hamm, 35,35) und Daniel Borgmann (LSF Münster, 36,41) den Vortritt lassen. Bei den Frauen siegte Gertie Brinker (Marathon Soest) in 45,08 Minuten.

Mit Stephanie Ruhe verbuchte ein weiterer Athlet des WSU-Tri-Teams einen handfesten Erfolg. Sie absolvierte den Halbmarathon in 1:35,37 Stunde und lief damit auf den zweiten Platz. Lediglich die Bielefelderin Christina Kowalski-Beckmann (1:28,25) schnitt besser ab. Den Gesamtsieg sicherte sich Aloys Buschkühl (LG Warstein, 1:16,38) vor Christian Huster (LV Oelde, 1:20,38). Den Fünf-Kilometer-Lauf gewannen Ingo Assmann (SC Melle, 17,33 Minuten) und Gudrun Rodloff (OSC Hamm, 20,50).

Lautstark angefeuert von Eltern, Geschwistern und Freunden, wiesen die Nachwuchsathleten ihre sportliche Leidenschaft bei den Schüler- und Bambini-Läufen nach. Für ihre hohe Teilnehmerzahl wurden der Kindergarten Löwenzahn sowie die Overbergschule prämiert.

„Ich bin hochzufrieden, die Läufer und ihre Begleiter machten ebenfalls den Eindruck. Das Wetter hätte nicht besser sein können“, resümierte Hauptorganisator Hermann-Josef Becker, der wieder gewohnt leidenschaftlich durch die Veranstaltung moderiert hatte. An seinem Traumziel hält er fest. „Ich höre erst auf, wenn wir bei den Teilnehmern die 1000 geknackt haben“, sagte er mit einem Zwinkern.

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