BSV und Liesborn/Diestedde in Runde drei
Bild: Rollié
Die Hausherren des SV Benteler wehrten sich nach Kräften gegen den klaren Favoriten aus Beckum. Hier wirft sich Marc Eustrup (r.), der üblicherweise in der SVB-Reserve im Kasten steht, BSV-Offensivkraft Matteo Fichera entgegen. Julian Alder kommt seinem Schlussmann zur Hilfe.  
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Benteler (rol) - Die Pflichtaufgabe locker erfüllt und einen heftigen Schreckmoment durchlitten. So lässt sich der 4:0 (1:0)-Kreispokalsieg der Beckumer SV am Mittwoch beim tapferen A-Ligisten SV Benteler aus Sicht des Westfalenliga-Teams aus der Römerkampfbahn auf einen Nenner bringen.

Gegen Mitte der zweiten Hälfte stockte allen der Atem, als der eingewechselte Beckumer Maik Overbeck bei einem Zweikampf zu Boden ging und laut aufschrie. „Die Kniescheibe ist raus“, rief er gut hörbar. Die medizinischen Verantwortlichen der Gäste stürmten sofort auf den Platz und drückten die Kniescheibe noch an Ort und Stelle zurück an die richtige Stelle. „Gut, dass ich das nicht aus allernächster Nähe gesehen habe“, betonte BSV-Trainer Markus Klingen sichtlich angefasst, zumal er Overbeck quasi auf Leihbasis aus der zweiten Mannschaft mitgenommen hatte und heilfroh war, dass nicht noch Schlimmeres passiert war.

Aber nun zum Spiel. Beckum tat das Nötigste und ließ die Kugel laufen. „Wir hatten allerdings zu viele Stockfehler“, monierte Klingen, der trotz des Dreierpacks von Maxi Geisler (30. Minute, 86., 90.+1.) sowie des vierten Treffers durch Micki Lade (49.) nicht restlos zufrieden war. Einigen seiner Akteure wie Jonas Brockhinke war anzumerken, dass sie nach längeren Verletzungspausen noch einen Trainingsrückstand haben.

Davon kann auch Bentelers Trainer Detlev Bornemann ein Lied singen, denn gestern fehlten ihm nicht weniger als zwölf Spieler – teilweise auch aus Studiengründen. Also musste er mit Kickern aus der Zweiten auffüllen, die ihre Aufgabe aber recht aufmerksam erledigten. „Die Mannschaft hat die Räume ganz gut zugemacht. Das war auf jeden Fall deutlich besser als Sonntag gegen Stromberg“, lobte der SVB-Chef.

Der durchaus mögliche Ehrentreffer blieb Benteler jedoch verwehrt. Sowohl Rezene Adhanom als auch Julian Alder scheiterten in aussichtsreicher Position.

Freilich hatte aber auch Beckum noch einige Möglichkeiten, um das Resultat in diesem Zweitrundenspiel wesentlich deutlicher zu gestalten.

Ortmann erweist Vorwärts einen Bärendienst

Liesborn (jov). Mit 3:1 hat die SG Liesborn/Diestedde am Miittwochabend im Kreispokalspiel der zweiten Runde gegen die DJK Vorwärts Ahlen gewonnen. „In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, betonte SG-Trainer Rene Wessels. „Liesborn war aggressiv. Da mussten wir eine starke Abwehrleistung aufbringen“, ergänzte DJK-Trainer Holtz, dessen Elf wirklich gefordert worden war.

Das 1:0 für die Gastgeber nach 35 Minuten erzielte Dimitri Fahnenstil nach einem „unnötigen Freistoß“, wie Holtz erklärte. Doch die Vorwärtsler gaben sich nicht auf und erzielten in der 45. Minute den Ausgleich dank Stefanos Dontsis, der einen Freistoß in den Winkel platzierte.

„In der Pause haben wir bereits gemerkt, das Liesborn schwächer wurde“, verriet der Gästetrainer. Daraufhin nahm die DJK das Heft in die Hand. „In Halbzeit zwei war Vorwärts vor der roten Karte besser“, gestand Wessels, dessen Team aber wieder an Spielanteilen gewann, nachdem der Ahlener Kevin Ortmann laut Holtz „wegen Beleidigung“ des Feldes verwiesen worden war.

Weniger Torchancen für seine Schützlinge sah er allerdings nicht: „Insgesamt hatten wir die besseren Gelegenheiten.“ Allerdings brachte Vorwärts das Runde nicht im Eckigen unter. Im Gegensatz zur SG Liesborn/Diestedde, die in der 81. Minute die erneute Führung durch Niclas Schramme erzielte. „Da war das Spiel eigentlich durch“, betonte Holtz, für den das 3:1 durch Frederik Holtmann in der 90. Minute nur noch „Makulatur“ war.

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