Das Remis der Inkonsequenten
Ende Gelände: Oeldes Florian Schmidt (h.) rutscht weg, Strombergs Daniel Neufeld kommt auch nicht weiter.

 Ist nicht schwer, wenn man weiß, dass Strombergs Dennis Neufeld nach Vorarbeit von Leon Spiekermann erst in der Nachspielzeit das 1:1 für seine Germanen abgestaubt hat. Bis dahin hatte die SpVgg Oelde im Derby mit viel Ach und Krach seine 1:0-Führung aus der 22. Minute gehalten.

Natürlich steht Martin Hanskötter dann mit sehr kurzen Hosen da. „Da muss man in der Schlussphase stabil bleiben, es fehlten wohl einige Körner“, seufzt Oeldes Trainer, während sein Gegenüber topgelaunt in den Feierabend ging. Na ja, mit Abstrichen. „Gut, wir haben in der zweiten Hälfte Druck gemacht“, nörgelt Strombergs Volker Winkenhoff, „aber konsequent war es nicht, zu frühe Abschlüsse, falsche Entscheidungen.“

Dass die nicht bestraft wurden, lag auch daran, dass Gastgeber Oelde mit ähnlichen Problemen kämpfte. Dominant in Hälfte eins, aber ohne große Chancen, dann mit halbgaren Möglichkeiten für Nüsken, Rehberger und Keilbach, aber ohne, dass das zweite Tor gefallen wäre.

Zum Glück war Eugen Keilbach wieder da, den beide Trainer von Herzen gern haben. „Ein Ausnahmespieler in der A-Liga“, so Winkenhoff. „Unsere Versicherung im Sturm, ein Magnet, der die Bälle anzieht“, lobt Hanskötter, der mit Genuss das 1:0 sah, zu dem Keilbach einfach mal aus der Distanz mit links abzog (22.).

 Eine Sicherheit, die Strombergs Felix Harloff fehlte, gleich zwei Kopfbälle von ihm stoppte Oelde am verwaisten Tor auf der Linie. Das war’s auch schon trotz Germanias Feldüberlegenheit, der ebenso die Effektivität fehlte, wie Oelde zu Beginn – mit eben der einen Ausnahme nach 93 Minuten.

„Können beide mit leben“, sagt der eine. „Hoch verdient“, der andere. Wer hier was gesagt hat, ist da schon unerheblich – unentschieden eben.

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