Deutliche Ansage an die Konkurrenz
Bild: Nieländer
Erfolgstrainer: Dominik Jansen (r.) führte den SC Wiedenbrück II zu einem 6:0 im Derby gegen den FSC Rheda.
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Vittorio Lombardi war restlos bedient. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben überhaupt nicht in die Zweikämpfe gefunden“, sagte Rhedas Trainer, der nach diesem Debakel reichlich desillusioniert wirkte. Von den eigenen Ambitionen war kurz nach dem Schlusspfiff keine Rede mehr, vielmehr kürte Lombardi den Sieger zum neuen Titelkandidaten Nummer eins: „Ich glaube, wir haben hier heute gegen den kommenden Aufsteiger gespielt, wenn der SCW in dieser Besetzung weitermacht.“

Bancroft nur an die Latte

Der Auftritt der Reserve des Regionalligisten war tatsächlich sehr beeindruckend. Von Anfang bis Ende spielte Wiedenbrück konzentriert, griffig und zielstrebig. „Wir haben uns natürlich auch früh belohnt“, sagte Trainer Dominik Jansen, der um die verheerende Wirkung der ersten zwei Tore für den FSC wusste. Bereits in der vierten Minute bestrafte Marco Pollmann mit einem satten Schuss die Schlafmützigkeit in Rhedas Defensive, die auch nach dem 0:1 noch nicht wachgerüttelt war. Die zwölfte Minute: Iwan Dirksen, der vor der Saison ebenso wie Fatih Özdogan den Stadtteil gewechselt hat, flankte zu Evren Turan, der zu Muhammad Karaarslan querlegte – das 2:0 wurde dem Torjäger des SCW als Geschenk vor die Füße gelegt. Als Wiedenbrück anschließend etwas nachließ, folgte die beste Phase des FSC. Doch es passte zu diesem Nachmittag, dass Stürmer Benedikt Bancroft, der solche Gelegenheiten normalerweise zu nutzen weiß, gleich dreimal das 2:1 auf dem Fuß hatte, aber dreimal scheiterte. In der 24. Minute traf er unter anderem die Latte.

Derby mit 3:0 entschieden

Was bei Rheda nicht klappte, funktionierte auf der Gegenseite in Perfektion: Nach Vorlage von Diego Bortolozzo schob Julian Linnemann in der 28. Minute zum 3:0 ein. Und damit war das zum Spitzenspiel verwandelte Derby bereits frühzeitig entschieden. Denn dem FSC fehlte nach dem Seitenwechsel nicht nur der Glaube, sondern auch die Kraft, um sich dem hungrigen SCW widersetzen zu können. Erneut Karaarslan (51.), der später eingewechselte Stefanos Vasilaras (83.) sowie zu guter Letzt Fatih Özdogan per Foulelfmeter (86.) machten aus dem verdienten Sieg eine Ansage an die Konkurrenz.

Weitere Hintergründe und Reaktionen zum 6:0-Sieg des SC Wiedenbrück II gegen den FSC Rheda in der Bezirksliga 7 lesen Sie am Montag, 6. November, in der „Glocke“.

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