Erstes EM-Gold für Daniel Roggenland
Die Bronzemedaille gab es für Sophia Bauer (r.) im Hallenbad

 Hinter Italien belegte das DLRG-Team Deutschland den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Zwei Wettkampftage – einen im Hallenbad, einen in einem offenen See – standen auf dem Programm in Jönköping. Herausragend war dabei der Sieg von Daniel Roggenland im Board Race, also auf dem Rettungsbrett. Nach Platz zehn 2010 und Platz drei 2011 sprang für den 18-jährigen Harsewinkeler nun endlich die Goldmedaille heraus.  Silber kam für die 4 x 25 Meter Puppenstaffel im Hallenbad hinzu.

Bronze gewann Mannschaftskollege Luis Bonberg in der Gurtretterstaffel. Der Harsewinkeler war zum ersten Mal bei einer JEM und erst nachträglich ins Team gerückt, weil ein anderer Athlet sich verletzt hatte. So schwamm Luis im 100 Meter Retten mit Flossen auf Platz neun. 0:55,90 Minuten bedeuteten für den 18-Jährigen eine persönliche Bestzeit.

In der gleichen Disziplin glänzte Sophia Bauer. Über diese 100 Meter hatte sie im Oktober einen neuen deutschen Rekord aufgestellt. Nun rechtfertigte die 16-jährige Langenbergerin ihre erste Nominierung für die Junioren-EM eindrucksvoll mit einer Bronzemedaille – der einzigen Einzelmedaille des deutschen Teams im Hallenbad. Sie qualifizierte sich mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:02,11 Minuten als Sechste für den Endlauf der schnellsten acht.

 Vom Ehrgeiz gepackt mobilisierte sie im Finale noch einmal alle Kräfte und steigerte ihre Zeit noch einmal um eine ganze Sekunde. Die Bronzemedaille war ihr damit ebenso sicher wie die Aufnahme in den C-Kader der Bundestrainerin. Die B-Kadernorm verpasste sie nur um 0:00,03 Minuten. Der Jubel kannte keine Grenzen, hatte sie doch ihr Training wochenlang auf diese Strecke ausgerichtet.

In den zwei Staffeln im Bad schwamm Sophia Bauer ebenfalls zu Bronze. Einen Tag vor ihrem 17. Geburtstag gab es auch noch Silber für die Gurtretterstaffel am See, bei der die Langenbergerin gleichfalls mitwirkte. Alle drei heimischen Starter waren begeistert von dem erfolgreichen Wettkampf und dem abschließenden zweiten Platz. Im Vorjahr war Deutschland Dritter geworden.

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