Erwartungsgemäße Spielweisen im Derby
Bild: Rollié
Die größte Chance für Roland: Jannik Tödtmann (Nummer zwölf) trifft in der 77. Minute den Pfosten des BSV-Kastens.  
Bild: Rollié

Die Gastgeber taten dem SC Roland nicht den Gefallen, zu hoch zu stehen. Stattdessen ließen sie sich anders als üblich bei Heimspielen weiter zurückfallen, um mehr Kompaktheit zu erzeugen und den beweglicheren SC-Mittelfeld-Akteuren und Angreifern wenig Raum zu geben. Diese Taktik verfing recht gut, denn wirklich gefährlich wurde der Gast aus dem Beckumer Vorort erstmals in der 29. Minute durch eine Einzelleistung von Sturmspitze Martin Fuhsy. Dessen Schuss aus halbrechter Position strich am langen Pfosten vorbei.

Der verstärkte Fokus auf Torsicherung hatte für die BSV allerdings auch zur Folge, dass sie selbst kaum Torgefahr entwickelte. Die Absicht, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten und Chancen zu kreieren, war erkennbar, misslang bei der Umsetzung aber oft, weil die Zuspiele auf die Flügel oder die langen Diagonalbälle zu ungenau blieben.

Zu allem Überfluss verletzte sich Maximilian Geisler früh: ein kopfballstarker Spieler, der vorne auch im Duell mit Rolands aufmerksamen Innenverteidigern hätte Bälle festmachen können. Beckums Kader hat aber auch in der Breite genügend Qualität, wie der für Geisler eingetauschte Jonas Brockhinke bewies. Trotz Trainingsrückstands nach langer Verletzung besaß „Johnny“ direkt vor dem Pausenpfiff in einer Eins-gegen-Situation mit Rolands Keeper Marvin Kampe die Riesenchance zur 1:0-Führung.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts wurden die Roländer Aktionen zwingender. Engin Demirdag (48.) zögerte aber zu lange, Jannik Tödtmanns Schuss (50.) wehrte BSV-Schlussmann Damian Liesemann ab. Der eingewechselte Manuel Rasp (63.) schoss übers Tor, ehe Tödtmann (Pfosten/77.) und Dastin Szymanski im zweiten Versuch Riesengelegenheiten zum 0:1 ausließen.

Auf der Gegenseite versuchte Matteo Fichera (80.), mit einer artistischen Einlage zum Torerfolg zu kommen, bevor zu schwache Kopfbälle von Rolands Innenverteidiger Daniel Feldkamp (84.) und seines Mitspielers Demirdag (91.) die Schlusspunkte eines torlosen, aber stets spannenden Derbys setzten.

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